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Flensburger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 21:05 Uhr

Der Norden im Schifffahrtsmuseum

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Heute Auftakt zu einer neuen Veranstaltungsreihe mit Literatur, Natur und Tango

Es geht nach Spitzbergen und nach Finnland, ins Nachbarland Dänemark und auf den Grund der Schlei: Der Norden lädt ein zu einem Herbstprogramm ins Schifffahrtsmuseum. Heute geht es auf eine Polar-Reise ins Reich der Eisbären.

Der Norden – das ist eine Kurzform für das Nordische Informationskontor, das 1997 gegründet wurde und einen Ableger in Flensburg hat. Viele Flensburger kennen diese Einrichtung gar nicht, andere halten sie womöglich für einen Teil der dänischen Minderheit, da sie ja schließlich in der dänischen Bibliothek in der Norderstraße untergebracht ist. Das Nordische Informationskontor untersteht jedoch dem nordischen Ministerrat, einem Zusammenschluss der nordischen Staaten; es hat die Aufgabe, nordische Kultur zu vermitteln – unter anderem auch in Deutschland.

Unter der Leitung von Eva Ritter hat sich das Kontor jetzt mit dem Flensburger Schifffahrtsmuseum zusammen getan. „Bisher fanden unsere Veranstaltungen meist in der Zentralbibliothek statt“, so Eva Ritter, „jetzt kommen wir zum deutschen Publikum“. Bei Thomas Overdick, dem Leiter des Schifffahrtsmuseums, fand sie ein offenes Ohr. „In diesem Haus gibt es schließlich auch viel nordische Kultur“, so Overdick.

Zum Auftakt der Reihe nimmt der Naturfotograf und Expeditionsleiter Sven Achtermann das Publikum mit nach Spitzbergen, jene Inselgruppe im Nordpolarmeer, die nicht zuletzt als Heimat der Eisbären bekannt ist. Achtermann wird auch über die Folgen der Klimaerwärmung sprechen, die er auf seinen zahlreichen Reisen in der Norden beobachtet hat.

Zwei Wochen später kommt mit Helle Helle eine der bekanntesten dänischen Schriftstellerinnen der Gegenwart nach Flensburg. Sie liest aus ihrem jüngsten Roman „Hvis det er“, der unter dem Titel „Wenn Du magst“ soeben auf Deutsch erschienen ist. Peter Urban-Halle wird den Abend mit Helle Helle auf Deutsch moderieren.

Jens Auer (Uni Esbjerg) und Oliver Nakoinz (Uni Kiel) berichten am 11. Oktober über das Wikinger-Sperrwerk in der Schlei. Titel des Vortrags: „Archäologie im trüben Wasser“.

Zum Abschluss geht es aufs Tanzparkett. Zusammen mit dem Hamburger Veranstalter „Fintango“ werden Tanzkurse angeboten und Kulinaria aufgetischt. „Wir stellen sogar eine Finnsauna im Hof auf“, sagt Eva Ritter. Ausnahmsweise beginnt es schon um 15 Uhr.

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erstellt am 13.Sep.2016 | 08:33 Uhr

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