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Flensburger Tageblatt

11. Dezember 2016 | 07:14 Uhr

Schleswig-Holstein Musik-Festival : Das Festival der Hochkaräter

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Flensburg bekommt beim Schleswig-Holstein Musik-Festival erneut fünf Konzerte. Piano-Jungstar Jan Lisiecki und Nigel Kennedy kommen.

Flensburg | Seit Christian Kuhnt Intendant des Schleswig-Holstein Musik-Festivals ist, kommen wieder reihenweise Klassik-Stars ins Deutsche Haus. Auch in diesem Jahr wird es Musikfans schwer fallen, zwischen den Konzerten Zeit für einen kurzen Sommerurlaub zu finden. Erneut wird Flensburg mit fünf Konzerten bedacht, von denen vier im Deutschen Haus und eines in der Werfthalle von Robbe & Berking stattfindet. Dazu kommt ein Gastspiel im Glücksburger Schloss.

Das in diesem Jahr erhöhte Staraufkommen beginnt am 3. Juli mit dem englischen Punk-Geiger Nigel Kennedy, der zusammen mit der Russischen Kammer-Philharmonie „The New Four Seasons“, eine von ihm bearbeitete Version des Klassikers von Antonio Vivaldi, sowie eigene Kompositionen zu Gehör bringen wird. Klar, dass Kennedy nicht nur geigt, sondern auch das Orchester leiten wird.

Acht Tage später geht es weiter; dann kommt kein Geringerer als Sir Andras Schiff, einer der renommiertesten und gefragtesten Pianisten unserer Zeit, der in diesem Jahr so etwas wie „Artist in Residence“ beim Festival ist und zehn Konzerte spielen wird. Der in Budapest geborene Musiker wird ein zentrales Werk der gesamten Klavier-Literatur spielen, Bachs Goldberg-Variationen. Zudem gibt es eine Einführung zu diesem Spätwerk des Barockmeisters, was für Festivalkonzerte die absolute Ausnahme ist. Andras Schiff gastiert am 11. Juli im Deutschen Haus.

Schon am Mittwoch, 13. Juli, geht es weiter, diesmal am Industriehafen. Schon zum dritten Mal ist das Musik-Festival zu Gast in der Halle der Klassikerwerft, wo man während des Konzertes den Blick über Mahagoni-Rümpfe gleiten lassen kann. Hier singt das fünfköpfige Vokalensemble „Basta“, das 2000 gegründet wurde und während der Fußball-WM 2010 einen Überraschungshit mit „Gimme hope Joachim“ – einer neuen Fassung des Hits „Gimme Hope Joanna“ von Eddy Grant – hatte. Das neue Programm der A-cappella-Truppe heißt „Domino“, benannt nach dem 2014 erschienenen jüngsten Album.

Wieder im Deutschen Haus, geht es am 23. Juli mit Geige und Trompete weiter. Der schwedische Star-Trompeter Håkan Hardenberger, gewiss einer der besten lebenden Vertreter dieses Instruments, kommt zusammen mit der Academy of St. Martin-in-the-Fields, deren Leiter Tomo Keller auch die Solovioline spielt. Das Programm reicht – Achtung! – von Wolfgang Amadeus Mozart bis zu Joni Mitchell.

Danach sind in der Tat drei Wochen Zeit für einen Sommerurlaub, vielleicht zu dem einen oder anderen Musikfest auf dem Lande. Dann kommt zum krönenden Abschluss der Piano-Jungstar Jan Lisiecki, der vor drei Jahren in Lübeck des Leonard-Bernstein-Preis erhalten hat. Der als Sohn polnischer Eltern in Kanada geborene Pianist wird bei seinem Auftritt gerade einmal 21 sein und zusammen mit dem Schleswig–Holstein Festival-Orchester unter Jukka-Pekka Saraste Werke u.a. von Beethoven und Dvorak spielen.

In Glücksburg gastiert am Freitag, 19. August, 20 Uhr Simone Eckert (Baryton und Viola da Gamba) zusammen mit der Hamburger Ratsmusik im Schloss.

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erstellt am 03.Mär.2016 | 14:30 Uhr

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