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„Am Kai wird kein Platz mehr sein!“ : Dampf Rundum 2017: Diese Schiffe kommen nach Flensburg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Flensburg feiert sein Dampf Rundum vom 7. bis 9. Juli . 16 Museumsschiffe aus ganz Nordeuropa haben zugesagt.

Flensburg | Es wird ein Jubelfest, das Dampf Rundum im Juli: Flensburgs schwimmendes Wahrzeichen, der Salondampfer „Alexandra“, ist nach umfangreichen Reparaturen und Kesseltausch wieder fit und wird Gastgeber für seine schwimmenden, musealen Schwestern aus ganz Nordeuropa. Nachdem die Dampferfreunde die Last mit ihrer alten „Alex“ weitgehend hinter sich gelassen haben, freuen sie sich auf das Fest, das am Donnerstag mit seinen Zutaten vorgestellt wurde. 16 Museumsvereine haben sich mit ihren Schiffen angesagt, sodass Hafenkapitän Frank Petry und Veranstalter Michael Reinhardt schon vier Monate vor dem Ereignis mit Freude ankündigen können: An der Hafenkante wird kein Liegeplatz mehr frei sein! Und das Geschehen wird konzentriert: Der Technikpark als Arena für gepflegte Dampfmaschinen und museale Fahrzeuge an Land erhält seinen Platz auf den Flächen bei der Museumswerft.

Die wichtigste Frage für Schiffsliebhaber: Welche museale Kostbarkeit schiebt erstmals zum Technikfestival seinen Bug in den Flensburger Innenhafen? Es ist die „Prinz Heinrich“, Heimathafen Leer an der Ems. Die „Prinz Heinrich“ wurde im Jahr 1909 auf der Papenburger Meyer-Werft als Post- und Passagierdampfer gebaut. Die Einladung zum Dampf Rundum hat seine Crew schon vor längerer Zeit erhalten. Doch wie es bei diesen älteren Ladies so ist: Das Lifting zog sich hin, immer neue Macken wurden entdeckt und mussten entfernt werden. Aber jetzt sind die Signale aus Ostfriesland günstig: „Prinz Heinrich“ soll kommen. Ihre Crew freut sich auf Flensburg, die Macher des Dampf Rundum auf ein wichtiges Exponat aus der Kaiserzeit.

Die „Prinz Heinrich“ wurde über Jahre aufwändig saniert und ist ein ganz besonderer Gast des diesjährigen Dampf Rundum.
Die „Prinz Heinrich“ wurde über Jahre aufwändig saniert und ist ein ganz besonderer Gast des diesjährigen Dampf Rundum. Foto: dpa
 

Und dann nimmt noch ein richtig großer Pott Kurs auf Flensburg: das Motorschiff „Sandnes“, Baujahr1950, Norwegens größter schwimmender Veteran.

Mit seinem grünen Rumpf wird sich das norwegische Motorschiff Sandnes von der Flotte der schwarzen Dampfer markant abheben.
Mit seinem grünen Rumpf wird sich das norwegische Motorschiff Sandnes von der Flotte der schwarzen Dampfer markant abheben. Foto: Marcus Dewanger
 

Das klassische Rot der Feuerschiffe wird die Szenerie des Dampf Rundums mitbestimmen. Gleich drei dieser schwimmenden Leuchtfeuer sind angekündigt: „Elbe 1“ von 1948, Feuerschiff „Fehmarnbelt“ von 1908 und der Oldie in der Riege: Feuerschiff „Elbe 3“ von 1888. Das Treffen bringt auch eine Erinnerung an das Flensburger Feuerschiff.

Das Feuerschiff „Elbe 3“ in Ovelgönne.
Das Feuerschiff „Elbe 3“ in Ovelgönne. Foto: Imago/imagebroker

Zum Fest der alten Technik wird wieder die Besatzung des Schifffahrtsmuseums mit den Flensburger Modellbauern alle Register ziehen, und auch das Industriemuseum Kupfermühle ist als Partner eingestiegen. Integriert in den Festtrubel wird auf dem Nordertorkai ein Bio-Markt.

Die hohen Kosten des Festes werden wieder durch Sponsoren aufgefangen. Die Stadt gibt 15.000 Euro, Shell Thomsen ist mit dabei und die Nospa. Deren Treue begründete Pressesprecher Burkhard Lauritzen: „Unser Herz hängt an dieser wichtigsten maritimen Veranstaltung in Flensburg.“

Das komplette Programm gibt es auf der Webseite der Dampf Rundum zu sehen. Diese Schiffe haben noch zugesagt:

Bereisungsdampfer „Schaarhörn“ von 1908 (Hamburg)

Das Dampfschiff Schaarhörn.
Das Dampfschiff Schaarhörn. Foto: Archiv

Seezeichendampfer „Bussard“ von 1905/1906 (Papenburg, heute Kiel)

Die „Bussard“ im Flensburger Hafen.
Die „Bussard“ im Flensburger Hafen. Foto: Gerrit Hencke

Eisbrecher „Stettin“ von 1933 (Stettin, heute Hamburg)

Die Stettin beim Dampferrennen.
Die Stettin beim Dampferrennen. Foto: Marcus Dewanger

Fahrgastdampfer „Skjelskør“ von 1915 (Frederikssund, Dänemark)

Die „Skjelskør“ in ihrem Heimathafen.
Die „Skjelskør“ in ihrem Heimathafen. Foto: Wikimedia/Henrik Dalgaard

Eisbrecher „Wal“ von 1938 (Stettin, heute Bremerhaven)

Die „Wal“.
Die „Wal“. Foto: Imago/Martin Werner

Küstenmotorschiff „Greundiek“ von 1949 (Bremerhaven, heute Stade)

Die „Greundiek“ ist ein Museumsschiff aus Stade.
Die „Greundiek“ ist ein Museumsschiff aus Stade. Foto: Imago/mcPHOTO

Feuerschiff „Elbe 1“ von 1948 (Papenburg, heute Cuxhaven)

Feuerschiff „Fehmarnbelt“ von 1908 (Brake, heute Lübeck)

Die „Fehmarnbelt“ im Heimathafen Lübeck.

Die „Fehmarnbelt“ im Heimathafen Lübeck.

Foto: Imago/mm images/Waldkirch
 

Außerdem mit dabei:

  • „Samka“ und „Caroline S“, zwei Küstenmotorschiffe vom Typ „Caroliner“, die in den 1950er Jahren in Svendborg (Dänemark) gebaut wurden.
  • eine Reihe kleiner Dampfboote
  • das Rettungsboot „Nis Randers“ der DGzRS
Das Dampfboot „Heihoo“.
Das Dampfboot „Heihoo“ ist auch 2017 wieder Teil der Dampfbootflotte. Foto: Imago/nordpool/Riediger
 

Einen Lageplan der Schiffe während der Veranstaltung gibt es hier.

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erstellt am 10.Mär.2017 | 10:31 Uhr

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