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Flensburger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 10:53 Uhr

Klimapakt : Carsharing: Flensburgs Flotte wächst

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein Jahr nach dem Start des Projekts ermöglichen die Hochschulen einen sechsten Standort auf dem Campus.

Wenn es um Carsharing geht, ist Flensburg längst Großstadt. Nach dem ersten Jahr gemeinsamer Nutzung wächst die kleine Flotte des Anbieters Cambio bereits. 68  000 Kilometer sind die elf Wagen von den bisherigen fünf Standorten Holmpassage/Zob, Südergraben (Nospa), Neumarkt-Mittelinsel (Rathaus), IHK und SBV aus im ersten Quartal 2016 bereits gelaufen. Und nachdem der viel frequentierte Carsharing-Anlaufpunkt auf dem Parkplatz der Industrie- und Handelskammer bereits im Dezember um einen weiteren Ford Fiesta vergrößert wurde, ist seit gestern auch der Hochschulcampus mit seinem rund 10  000 Studenten und Hochschulmitarbeitern Carsharing-Standort. Fachhochschul-Präsident Holger Watter, Uni-Kanzler Frank Kupfer und Campus-Klimaschutzmanager Simon Laros eröffneten am Mittag den Startpunkt auf dem Gelände des früheren Heilpädagogischen Instituts westlich der Campelle. Kanzler Kupfer kann sich durchaus vorstellen, dass die dienstlichen Mobilitätserfordernisse auf dem Campus auch diesen Standort rasch vergrößern: „Wir müssen sehen, wie das erste Fahrzeug angenommen und dann vielleicht durch weitere ergänzt wird“, gab sich Kupfer optimistisch. Carsten Redlich von Cambio setzt aber auch auf die studentische Zielgruppe als Privatnutzer. „Wir freuen uns, neben den Dienstfahrten auch unseren Studierenden eine Alternative zum eigenen Auto direkt auf dem Campus-Gelände bieten zu können“, erklärte auch FH-Präsident Holger Watter. Bereits heute seien 13 Prozent der 540 Flensburger Nutzer Studierende, berichtete Redlich. Schließlich wächst das Campusumfeld auch als Wohnquartier, zwischen dem FAB-Projekt Canceley und dem nächsten Wohnheim des Studentenwerks – und für Studenten als Carsharing-Kunden gebe es besonders günstige Konditionen. Auch Hochschulangehörige sollen privat vergünstigte Tarife bekommen.

Flensburg | Dass Flensburg überhaupt Carsharing-Großstadt werden konnte, verdankt das Projekt dem Klimapakt. So ein Projekt funktioniere immer dann gut, wenn die Mischung zwischen dienstlicher Nutzung tagsüber und der Privatnutzung am Abend und am Wochenende stimme. Und die Standorte am Rathaus, am Zob, bei der Nospa, der IHK und dem SBV hätten allesamt eine Grundauslastung durch die Klimapaktmitgliedsunternehmen. Die Stadt zum Beispiel fahre mit den Carsharing-Autos günstiger als mit der eigenen Flotte, so Redlich. Ob sich das Projekt für Privatkunden rechne, beantwortet er mit folgender Faustformel: wer weniger als 10  000 Kilometer pro Jahr fahre, komme mit den Carsharing-Angeboten günstiger weg als mit dem eigenen Wagen.

Für Klimaschutzmanager Simon Jaros, seit einem halben Jahr auf dem Campus im Amt, ist dieses Projekt ein Baustein für mehr nachhaltige Mobilität. Dieser Fahrzeugpool, zum dem nun neun Ford Fiesta und drei VW Caddy zählen, sei effizienter und bedeute weniger Fahrzeuge in der Stadt, weil auch manch ein Privatnutzer den eigenen Wagen abgeschafft hat. Das passe gut ins Klimaschutzmanagement der beiden Hochschulen. Dazu zähle aber auch das neue Portal für Mitfahrgelegenheiten auf dem Campus Sandberg. Noch so ein großstädtisches Angebot in Flensburg.

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erstellt am 28.Apr.2016 | 15:30 Uhr

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