zur Navigation springen

Flensburger Tageblatt

28. März 2017 | 04:29 Uhr

Comedy in Harrislee : Broschmann & Finke rocken

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ausgiebig applaudiert das Publikum nach der Premierenvorstellung von „Wär’ ja gelacht“ im Bürgerhaus Harrislee. Es ist die fünfte Bühnenshow der "Brofis".

Wie fruchtbar und wertvoll die Zusammenarbeit zwischen einer Theater Company und einer Gemeinde sein kann, zeigte sich für das Publikum des Bürgerhauses am letzten Freitagabend bei der ausverkauften Premierenveranstaltung von „Wär’ ja gelacht“. Mit ihrer mittlerweile fünften Bühnenshow präsentierte die Broschmann & Finke Company ein Füllhorn komödiantischer Meisterwerke. In 22 neuen Nummern verschmelzen sie Kabarett, Comedy und Varieté zu einem für die „BroFis“ typisch norddeutschen Humor.

Hinter der Maske ihrer skurrilen Theaterfiguren stecken raffiniert ausgearbeitete Gesellschaftskritiker, die alles auf Korn nehmen, was ihnen im täglichen Leben begegnet. Als kreativer Kopf schreibt Michael Wempner seinen Mitspielern die Texte auf den Leib. Dirk Magnussen und Holger Obbelode bringen diese Vorgaben in kongenialer Weise auf die Bühne. Vorder- und Hintergründiges, Anzüglichkeiten und Sozialkritik wechseln sich ab. Ob gedichtet, gesungen, rezitiert oder wortlos gespielt, das Trio beherrscht alle Facetten der modernen Bühnenunterhaltung und zieht das Publikum unweigerlich in seinen Bann. Unglaubliches bahnt sich an, wenn die Präsentation eines archäologischen Sensationsfundes, unter der Begutachtung eines dänischen Experten bevorsteht oder drei Tenöre zum Vokalwettstreit antreten. Die spaßgeladene Märcheninterpretation ist genauso ein fester Bestandteil der Show, wie auch die Erlebnisse der Titelheldinnen Frau Broschmann und Frau Finke. Ein Besuch im Mönchskloster führt mittelalterliche Probleme vor Augen und der Krankenhausalltag wird zur Offenbarung zweier Chefärzte. Allein die Ankündigung des Zauberers Igor Stepanowitz, alias Dirk Magnussen, löste hier im Publikum Lachsalven aus. Gefühlvolle Lieder mit Holger Obbelode am Keyboard und Steinway-Flügel gegen den Schönheitswahn oder über die ewige Traumfrau- Suche runden das Programm ab und geben dem Publikum die Chance, sich vom Lachen etwas zu erholen. Mit einem nicht enden wollenden Applaus, drei Zugaben, darunter die schon kultige Interpretation der „Pinkelpause unter Bauarbeitern“ und vier Vorhängen ging ein wunderschöner Theaterabend in Harrislee zu Ende.

Übrigens seit 17 Jahren sind die BroFis in der Kulturszene etabliert und gelten in ihrem Fach als Lokalmatadoren. Sie haben ein großes Stammpublikum und gewinnen generationsübergreifend ständig neue Fans dazu. Wer einmal von Herzen lachen möchte, bis die Tränen kullern und der Bauch weh tut, der sollte sich das neue Stück der Company nicht entgehen lassen.


Weitere Vorstellungen, Infos und auch Karten für das weihnachtszeitliche Kindertheater: www.brofi.net




Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen