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Mittelangeln : Britta Lang verspricht: „Breitband für alle“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Bürgermeisterin will auch entlegene Außenbereiche der Gemeinde Mittelangeln ans schnelle Internet anschließen lassen.

Satrup | Ein großes Versprechen gab Bürgermeisterin Britta Lang bei der jüngsten Einwohnerversammlung im Bürgerhaus von Havetoftloit: Die Versorgung mit Breitband via Glasfaser wird voraussichtlich im Sommer 2019 jedes Haus auch in den Randgebieten der Kommune erreichen. Dieses große Projekt, das im Amtsbezirk Mittelangeln, also auch in Sörup und Schnarup-Thumby, verwirklicht werden soll, erfordert einen finanziellen Aufwand von rund elf Millionen Euro. Das Beste daran: Die Bürger werden dabei nicht zur Kasse gebeten. Lediglich dann, wenn die Hausgrundstücke weiter als 20 Meter vom Punkt der öffentlichen Glasfaser-Erschließung entfernt liegen sollten, müssen die künftigen Nutzer „für das letzte Ende“ zuzahlen.

Bürgervorsteher Bernd Karde, der die Versammlung leitete, bezeichnete das aufwändige Vorhaben, für das bereits beantragte Fördermittel des Bundes erforderlich sind, als „eine harte Nummer“. In der Tat stehen die amtsangehörigen Kommunen mit ihren notwendigen Anteilen vor einem finanziellen Kraftakt. Regie führt der neu gegründete Breitbandzweckverband Mittelangeln, in dem Lang als Vorsitzende fungiert.

Nur das Ortszentrum von Satrup zählt gegenwärtig zum gut mit dem schnellen Internet versorgten Bereich. Spinnennetzartig soll von dort aus der Ausbau beginnen, wobei Bernd Karde die Hoffnung aussprach, dass sich mindestens 60 Prozent der Hauseigentümer für einen Internetanschluss mit 100 bis 200 Megabit Leistung entscheiden und sich vertraglich an das noch auszuwählende Telekommunikations-Unternehmen binden.

Von den 90 Einwohnern waren die meisten aus dem Ortsteil Havetoftloit gekommen, um sich über die bevorstehende Sanierung der Rohre der Mischwasserkanäle zu informieren. Bürgermeisterin Lang erklärte dazu: „Der Kreis sitzt uns im Nacken.“ Damit bezog sie sich auf die Forderung der Wasserbehörde, unverzüglich einen fachgerechten Ausbau der maroden Anlagen in der Uelsbyer Straße, der Satruper Straße, der Poststraße, der Havetofter Straße und in der Westerlücke vorzunehmen. Hauptsächlich müssen Rohrleitungen in ganzer Länge ausgetauscht und Schächte neu aufgemauert werden. Erforderlich wird eine Investition von rund 600  000 Euro.

Die Arbeiten sollen laut Arne Saggau vom Büdelsdorfer Ingenieurbüro Urban im Sommer beginnen und etwa fünf Monate dauern. Der Pferdefuß: Eine künftige Neufassung der Abwassersatzung für die Gemeinde Mittelangeln sieht eine Verdoppelung der Entsorgungsgebühren vor, die derzeit noch bei 2,30 Euro pro Kubikmeter liegen. Kein Wunder, dass aus den Reihen der Bürger auch kritische Stimmen über die Notwendigkeit der bevorstehenden Buddelei zu vernehmen waren. Einer warf der Kreisbehörde vor: „Das Ganze ist doch nur eine reine Arbeitsbeschaffung.“

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