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Flensburger Tageblatt

30. August 2014 | 02:09 Uhr

Börnsen: Volkskunde-Exponate nach Unewatt

vom

Bundestagsabgeordneter will Landschaftsmuseum stärken / Landrat Buschmann spricht sich für den Erhalt der Einrichtung in Langballig aus

Langballig | Ein klares Bekenntnis zum Landschaftsmuseum Angeln in Unewatt und zu einer gesicherten Zukunft gab Landrat Dr. Wolfgang Buschmann bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins des Museums im Landhaus Unewatt ab. 20 Jahre nach der Gründung sei es allerdings an der Zeit, nachzudenken und andere Wege zu beschreiten. Konkrete Schritte benannte er nicht. Zunächst solle mit Hilfe externer Fachleute versucht werden, "unser Landschaftsmuseum als einen kulturellen Erlebnisraum an der Flensburger Förde zu positionieren".

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Diese eindeutige Aussage des Landrates begrüßte Wolfgang Börnsen als Vorsitzender des Fördervereins sehr. In seinem Jahresbericht klangen deutlich Sorgen an, was die Zukunft des Museums betrifft. "Die Unewatter Kritiker sitzen im Kreistag, weil auch der Kreis seine Kosten senken muss!" Dabei gehe es um Besucherrückgang, geringen Kostendeckungsgrad und eine nur kurze Saison im Sommerhalbjahr. Erste Stimmen würden öffentlich laut, Unewatt zu schließen.

Börnsen hielt mit einem weitreichenden Vorschlag dagegen: Er bezeichnete die geplante Verlagerung des Schleswiger Volkskundemuseums nach Molfsee als "gravierenden Verlust für den nördlichen Landesteil". Allerdings könnte sich daraus auch eine Chance für das Landschaftsmuseum ergeben, sagte er. Denn zumindest die Exponate, die aus Angeln stammen, gehörten nach Unewatt. Der dort zum Verkauf stehende Christesenhof böte dafür den passenden Rahmen, so Börnsen. Das Museum brauche jetzt weitere Gebäude, ein Neubau aber wäre zu teuer.

Den Vorwurf eines zu geringen Kostendeckungsgrades wies der Vorsitzende des Fördervereins zurück. Den mehr als 20 Prozent im Falle Unewatts stünden bei den Museen in Schleswig und Flensburg Quoten von nur etwa zehn Prozent gegenüber.

Die vielfältige Unterstützung des Landschaftsmuseums durch den Förderverein kam beim Bericht von Schatzmeister Hans-Christian Matzen zur Sprache. Für die neue Beschilderung des Rundweges, für Stellwände und die große Schautafel am Eingang sowie für das Museumskabinett in der Christesenscheune wurden etwa 8500 Euro ausgegeben.

Anschließend ließ Museumsleiter Jochen Clausen die abgelaufene Saison Revue passieren. Dabei hob er den Erwerb der umfangreichen Sammlung Clausen aus Dammholm und die Neugestaltung des Obergeschosses der Christesenscheune besonders hervor. Die Bedeutung der musealen Bildungsarbeit zeige sich anhand der Tatsache, dass die Hälfte aller Führungen mit Schulklassen stattfinde.

Bei den Wahlen wurde der gesamte Vorstand mit Börnsen an der Spitze und seinen Stellvertretern Peter Dietrich Henningsen, Dr. Hans-Werner Johannsen und Schatzmeister Matzen wiedergewählt. Eduard Büll, Elke Engelbrecht, Heike Jessen, Gudrun Lemke, Bernd Philipsen, Harald Soendergaard und Dr. Erich Thiesen behielten ihre Funktionen als Beisitzer. Hinzu kam Prof. Dr. Wolfgang Riedel.

Dieser überreichte zum Schluss dem Landrat einen sorgfältig erarbeiteten "Planentwurf zur Entwässerung der Wiesenländereien an der Langballiger Au" von 1914, erstellt vom Meliorationsbauamt des damals preußischen Regierungspräsidiums Schleswig.

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von vdl
erstellt am 18.Dez.2012 | 05:54 Uhr

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