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Handewitt : Bettenlager stärkt Standort Weding

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Erweiterungsbau bietet Raum für 70 neue Büros auf vier Ebenen. 50 neue Mitarbeiter wurden bereits eingestellt, für 100 weitere ist noch Platz.

Ein Anbau, verbunden mit einer Umstrukturierung der internen Abläufe, lässt sich nicht von heute auf morgen umsetzen. Davon kann auch das „Dänische Bettenlager“ berichten, dass seine Deutschland-Zentrale im Handewitter Ortsteil Weding im Westteil um eine Fläche von 4000 Quadratmetern erweiterte. Der Mitteltrakt war bereits Ende August fertig, in den Büros wurde teilweise bis Dezember gewerkelt, und etliche Umzüge von Mitarbeitern gingen erst in den letzten Wochen über die Bühne.

Nun präsentiert Geschäftsführer Ole N. Nielsen auch Gästen – wie zuletzt Handewitter Verwaltungsbeamten oder der CDU-Kreistagsfraktion – gerne den Anbau. Zwei bestehende Flügel wurden verlängert, bis sie an ihren Ende miteinander verschmelzen und so einen Umlauf ergeben. 70 neue Büros befinden sich auf vier Ebenen. Türen, Bodenbeläge, Klinker oder Bodenbelege sind die gleichen wie im Altgebäude – um jeglichen Verdacht einer internen Zwei-Klassen-Gesellschaft zu verhindern.

Ein neuer Mitteltrakt, der schon mit einer gläsernen Fassade aus dem Rahmen fällt, begrenzt nun im Westen den Innenhof. Hier dominiert ein skandinavischer Stil, hier sind sechs unterschiedlich große Besprechungsräume lokalisiert. Im Eingangsbereich glänzt ein großes Konterfei von Lars Larsen, der vor knapp 40 Jahren „Jyske“, den Mutterkonzern des „Dänischen Bettenlagers“, gründete. Links daneben hängt eine Tafel, die über die Unternehmensverflechtungen informiert. Viele Elemente stammen aus der Möbelbranche. Vielleicht ist ja etwas für eine weitere Ansiedlung im Handewitter Bereich dabei. „Wir entwickeln gerade ein 50 Hektar großes Gewerbegebiet direkt an der Autobahn und gegenüber des Skandinavien Parks“, erwähnt Bürgermeister Thomas Rasmussen.

Das „Dänische Bettenlager“ rüstet gerade im E-Commerce-Sektor auf, um im Online-Handel und bei individuell zugeschnittenen Kundenangeboten besser aufgestellt zu sein. „Wir werden fünf Millionen Euro investieren“, verrät Ole N. Nielsen. Das Investitionsvolumen für die Erweiterung beläuft sich auf 6,5 Millionen Euro.

Qualifizierte Mitarbeiter zu finden, sei allerdings ein nicht ganz einfaches Unterfangen auf der Geest. „Wir sind nicht in Frankfurt oder Berlin und müssen schon etwas mit der Taschenlampe herumlaufen.“ Ein Call-Center ist von acht Uhr bis 21 Uhr besetzt. 14 Mitarbeiter in zwei Teams beantworten E-Mails und Anrufe. Das „Dänische Bettenlager“ hat sich dafür entschieden, die Kunden-Hotline nicht auszugliedern. „Unser höchstes Gut ist der Kunde“, erklärt Ole N. Nielsen. „Und der soll auf direktem Draht erfahren, wann seine Lieferung kommt und ob es eine Matratze auch in Höxter gibt.“

Knapp 500 Menschen arbeiten in der Wedinger Zentrale, seit September gibt es 50 Neuzugänge. „Für 100 weitere Mitarbeiter ist noch Luft“, erklärt Daniel Buck, der hausinterne Erweiterungs-Experte. „Das Hauptproblem ist derzeit unsere knappe Parkplatz-Situation.“ Die Mitarbeiter würden zu Fahrgemeinschaften animiert werden. Eine Busanbindung gibt es nicht. „Im Entwurf des neuen regionalen Verkehrsplan ist vorgesehen, dass die Stadtbusse aus Flensburg-Weiche auch nach Weding fahren“, macht Thomas Rasmussen in diesem Punkt Mut.

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erstellt am 04.Mär.2017 | 17:30 Uhr

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