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Flensburger Tageblatt

06. Dezember 2016 | 09:20 Uhr

Aufwertung : Bester Aussichtspunkt im Volkspark wird aufgepeppt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Verschönerungsverein hat Initiative ergriffen und stiftet 13 000 Euro für das Projekt

Das Panorama ist wirklich beeindruckend. Ganz links ist die St. Jürgen-Kirche zu sehen, fast zum Greifen nah, und von dort geht es nach Süden und Westen fast um 180 Grad über Justizgebäude, Museum und Altes Gymnasium bis zur Duborg-Skole und weiter zur Bergmühle und zur St. Petri-Kirche. Kein Wunder, dass schon vor 70 Jahren Menschen auf die Idee gekommen sind, hier einen Aussichtspunkt einzurichten. Regelmäßige Besucher des Volksparks kennen diese Stelle in der südwestlichen Ecke. Sie ist etwas herunter gekommen. Doch jetzt soll der Aussichtspunkt aufgehübscht werden – mit tatkräftiger und finanzieller Hilfe des Verschönerungsvereins.

Die Sitzgruppe aus Waschbeton ist wirklich sehr speziell. Einer der fünf Hocker sitzt schief im Untergrund, ein anderer hat ein Stück verloren. Typisch 60er Jahre, könnte man denken: „Das ist Bauhaus, 50er Jahre“, stellt Friedrich Schreiber, Vorsitzender des Verschönerungsvereins, klar. Das heißt: Die Waschbetongruppe bleibt, soll aber verlagert werden.

Schreibers Vorstandskollegin Cordelia Feuerhake hat eine anschauliche Zeichnung gefertigt, die erkennen lässt, wie dieser Platz gestaltet werden soll. Mit Ausnahme eines Bereiches rund um einen Walnussbaum soll die Landschaftsnase mit gelbem, rutschfesten Klinker gepflastert werden. Denn in Herbst und Winter sei es hier nach starken Regenfällen oft sehr matschig, so Schreiber. Die Reste des abgängigen Holzgeländers verschwinden, stattdessen soll ein schmiedeeisernes Geländern installiert und verankert werden; die Länge schätzt Feuerhake auf 25 Meter.

Die Reste eines zünftigen Lagerfeuers werden beseitigt, es ist nicht vorgesehen, hier dauerhaft eine Feuerstelle zu installieren. Im Bereich der Spitze werden zwei Ruhebänke aufgestellt, wie der Verschönerungsverein sie an vielen Stellen in der Stadt aufgebaut hat. Die Kosten für alles zusammen werden auf 15  000 Euro geschätzt, von denen der Verein 13  000 übernimmt; 2000 werden von der Stiftung für Stadtbild- und Landschaftspflege übernommen, so Schreiber. Die Tiefbaufirma Wohlert habe das Projekt mit einem besonders moderaten Preisangebot unterstützt.

Der Aussichtspunkt atmet ein wenig Flensburger Stadtgeschichte. Man stehe auf dem früheren Ballastberg, sagt Frank Raguse vom Forum Fruerlund, der das Projekt des Verschönerungsvereins begrüßt und unterstützt. Der steile Abbruch hinter dem Geländer könnte vom früheren Abbau des Ballasts für Segelschiffe stammen. Aus dieser Zeit stammen Namen wie Ballastbrücke und Ballastkai.

Der Verschönerungsverein hofft, mit dem Projekt Aussichtspunkt die Stadt zu ermuntern, sich wieder mehr um den Volkspark zu kümmern. Seit Jahren wird ein schlechter Pflegezustand beklagt, vor allem der Wege und auch der Ruhebänke, so Cordelia Feuerhake.

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erstellt am 07.Sep.2016 | 18:02 Uhr

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