zur Navigation springen

Langballig : Baugebiet „Lücke“ nimmt letzte Hürde

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Langballig verabschiedet den Bebauungsplan. Michael Mangelsen ist neuer Dorfausschuss-Vorsitzender.

Langballig | Nach mehr als einem Jahr andauernden, zum Teil scharfen Auseinandersetzungen, geht das Baugebiet „Lücke“ jetzt auf die Zielgerade. In einer von der SPD-Fraktion beantragten namentlichen Abstimmung verabschiedete die Gemeindevertretung Langballig im Sitzungssaal der Amtsverwaltung den abschließenden Beschluss zur Änderung des Flächennutzungsplans und den Bebauungsplan mit jeweils acht Ja- gegen sechs Nein-Stimmen. Zuvor hatte Planer Moritz Hass von der IGN in Schleswig noch einmal die wesentlichen Einzelheiten vorgestellt. Das Baugebiet umfasst drei Hektar und weist 27 Grundstücke aus.

Durch den Mandatsverzicht von Bärbel Gründer folgten einige neue Ausschussbesetzungen. Ihre bisherige Funktion als Vorsitzende des Dorfausschusses übernahm Michael Mangelsen, seine Stellvertreterin wurde Sandra Engberding. Bärbel Gründer verbleibt Bürgerliches Mitglied in diesem Ausschuss. Jeweils stellvertretende Mitglieder wurden Kurt Brodersen im Finanz- sowie Jürgen Christophersen im Bauausschuss und im Ausschuss für Umwelt, Fremdenverkehr und Dorfentwicklung.

Da die gemeinsam mit Westerholz betriebene Pflanzenkläranlage in Unewatt in ihrer gegenwärtigen Form nicht mehr leistungsfähig genug ist, soll sie durch eine technische Anlage ersetzt werden. Aus diesem Grund vergab die Gemeindevertretung, wie später mitgeteilt wurde, unter Ausschluss der Öffentlichkeit den Auftrag zum Ausschreiben von Planungsleistungen. Weitere Aufträge bezogen sich auf die letzten Gewerke beim Neubau des Multifunktionsgebäudes an der Grundschule.

Ebenfalls nicht öffentlich wurde über vier von Gemeindevertreter Sven-Ole Nissen für die SSW-Fraktion gestellte Anträge diskutiert. Sie wurden abgelehnt oder von der Tagesordnung abgesetzt. Die Anträge beruhten auf einer anonymen Anzeige gegen Bürgermeister Peter Dietrich Henningsen wegen angeblicher Korruption beim Verkauf von Flächen für das Baugebiet „Laikier“ an die Erschließungsfirma TEG, seinerzeit vertreten durch Geschäftsführer Hans-Peter Sass. Eine Begründung zu den Anträgen wurde in einer Art Bürgerbrief im Dorf verteilt. Der Bürgermeister verlas ein Schreiben des zuständigen Staatsanwaltes, in dem dieser den öffentlich bekannten Sachstand von Dezember bestätigte, „dass nach Vorprüfung von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens abgesehen wurde“. Henningsen kündigte er, er werde juristisch gegen diese Rufschädigungen vorgehen.

Der als Gast anwesende Amtsvorsteher Peter-Wilhelm Jacobsen rief mit Nachdruck zu einer schnellen Änderung im Umgang miteinander auf. „Die Gemeindevertreter sind verpflichtet, Schaden von der Gemeinde fernzuhalten – nicht nur monetär, sondern auch hinsichtlich der Reputation.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen