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Flensburger Tageblatt

28. März 2017 | 10:15 Uhr

Stadion in Mürwik : Ausbau in der Warteschleife

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Während die Anlage an der Arndtstraße auf eine Aufwertung wartet, entstehen neue Kunstrasen- und Schulsportplätze auch für den Vereinssport

Das Flensburger Stadion auf Drittliga-Niveau zu trimmen – dieser Wunsch wabert seit geraumer Zeit durch die Fördelandschaft. Insbesondere vor dem Hintergrund der avisierten Fusion der Fußballklubs ETSV Weiche und Flensburg 08 gewinnt die Frage an Bedeutung. Am Montag soll der Zusammenschluss zum SC Weiche Flensburg 08 im Rahmen der parallel stattfindenden Jahreshauptversammlungen endgültig besiegelt werden.

Der ETSV liegt derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz der Regionalliga Nord – für die 3. Liga indes hat der Verein nicht gemeldet. Dennoch würde man künftig gern das Stadion in Mürwik als Spielstätte nutzen. Die „Ertüchtigung“ der in die Jahre gekommenen Arena wurde im Sportentwicklungsplan im Mai letzten Jahres von der Ratsversammlung abgesegnet. Die Auflagen des DFB für einen Drittliga-Betrieb sind allerdings enorm, wie Fachbereichsleiter Wolfgang Sappert vor dem Sportausschuss am Mittwoch in einem Sachstandsbericht hervorhob: Erforderlich sind eine Kapazität von 10  000 Zuschauern, ein beheizter Rasenplatz, verstärkte Sicherheitsvorkehrungen, eine optimierte Anbindung an den ÖPNV, mehr Parkraum, geteerte Zufahrten, ein adäquater Pressebereich und einiges mehr.

Bislang hat es zahlreiche Workshops mit allen Betroffenen und Machbarkeitsstudien gegeben. Und die Bedarfsermittlung ist noch nicht abgeschlossen. „Es gibt dahingehend noch keine Ergebnisse“, sagte Sappert, „weder die Eckpunkte einer Sanierung noch die Kosten oder Fördermittel können konkret benannt werden.“ Die ins Spiel gebrachte Summe von 3,5 Millionen Euro für eine Sanierung wollte er nicht bestätigen. Alle Sportarten, so Sappert, müssten in einem Gesamtkonzept berücksichtigt werden, sogar Überlegungen für eine Veranstaltungsfläche, auf der größere Konzerte stattfinden können, stünden im Raum. „Wir müssen alle Nutzer einbeziehen.“

Das kann dauern. Doch ETSV-Manager Harald Uhr übt sich in Geduld. „Fusion und Aufstieg in einem Jahr, das kann man nicht schaffen“, sagt er. „Da würde vieles auf der Strecke bleiben.“ Von der Stadt fühle er sich immer gut in Kenntnis gesetzt, man sei in ständigem Kontakt – die nächste gemeinsame Sitzung soll am 31. März stattfinden.

Voran geht es mit dem Bau von Kunstrasenplätzen. Den Anfang macht noch in diesem Jahr der Umbau der TSB-Anlage am Schützenhof, der mit 600   000 Euro zu Buche schlägt. TSB-Boss Frerich Eilts frohlockt. „Schön, dass wir die Nummer eins sind, die Entscheidung ist sicherlich dem hohen Jugendanteil im Verein geschuldet.“ Es folgen der ETSV (2018 geplant) und der PSV (2019). Zudem sollen neue Schulsportplätze an der Gemeinschaftsschule West, Falkenbergschule und KTS auch dem Vereinssport zur Verfügung stehen. Die Stadt will mehr Sport- und Bewegungsräume schaffen, wie etwa im Kontext mit dem Neubau der Ramsharde-Schule. Um die Sporthallennutzung besser zu koordinieren, wird künftig über eine spezielle Software von allen Nutzern ein Hallenbelegungsplan abrufbar sein.

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erstellt am 17.Mär.2017 | 06:37 Uhr

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