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Flensburger Tageblatt

23. März 2017 | 23:06 Uhr

Sieverstedt : Anwohner wollen Raser stoppen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

90 Prozent der Fahrer fahren am Ortseingang von Sieverstedt zu schnell. Die Gemeinde will deshalb Geschwindigkeitsmessungen durchführen.

Sieverstedt | Viele Autofahrer, die in Richtung Kreisstraße auf der Gemeindestraße Oberdorf unterwegs sind und in Stenderup den Ortseingang passieren, scheinen das entsprechende Verkehrsschild nicht zu erkennen, obwohl es gut sichtbar am Straßenrand prangt. Zumindest verringern sie nicht wie vorgeschrieben ihre Geschwindigkeit. Die Anwohner sind sauer und hätten gern, dass eine Tempo-30-Zone eingerichtet wird.

Die erste Meldung bezüglich der hohen Geschwindigkeiten ging 2015 bei Bürgermeister Finn Petersen ein. Daraufhin wurde eine Geschwindigkeitsmessung durchgeführt. Da die drei Gemeinden Oeversee, Tarp und Sieverstedt zusammen ein entsprechendes Gerät besitzen und die Sieverstedter Gemeindearbeiter es installierten, sei die Messung kostenneutral gewesen, so Petersen. Das Ergebnis der Messung war erschreckend: 90 Prozent der Fahrzeuge fuhren dort zu schnell. Besonders gefährlich: In der Nähe befindet sich eine Bushaltestelle, an der Kinder im Grundschulalter ein- und aussteigen und ihr Heimweg führt sie über die Straße Oberdorf. „Außer dass wir künftig öfter eine Geschwindigkeitsmessung durchführen wollten, hielten wir damals weitere Schritte nicht für erforderlich“, so Petersen. Doch Ende letzten Jahres hätten sich Anwohner beschwert, dass sich die Situation deutlich verschlimmert habe.

Zunächst wurde überlegt, wie man zumindest das Fahrverhalten der namentlich bekannten Fahrer ändern könne, ohne Anzeige zu erstatten, erklärte eine Anwohnerin. Auf Ansprache eines Rasers habe sie die Entgegnung erhalten, er sei in Gedanken gewesen.

Petersen bekannte: „Unsere Möglichkeiten sind begrenzt. Wir werden auf der Strecke Oberdorf regelmäßig Geschwindigkeitsmessungen durchführen. Wir werden ebenfalls Schilder aufstellen mit der Aufschrift ,Vorsicht, spielende Kinder’ und wir werden Fahrbahnmarkierungen auftragen, sodass die Verkehrsteilnehmer häufiger darauf hingewiesen werden, dass man sich innerhalb einer geschlossenen Ortschaft befindet.“ Auf den Vorschlag, an der Strecke ein Tempolimit von 30 km/h einzuführen, antwortet der Bürgermeister: „Die Strecke Oberdorf könnte man nicht zu einer Tempo-30-Zone erklären. Meiner Meinung nach ist dieses auch nicht erforderlich, da die Strecke gut einsehbar ist. Wir fordern allerdings nachdrücklich den Durchgangsverkehr auf, die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern nicht zu überschreiten.“

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