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Flensburger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 20:29 Uhr

Flensburger Busbetrieb : AFAG: „Wir machen zu“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die AFAG steht vor dem Aus: Da die Allgemeine Flensburger Autobus-Gesellschaft im kommenden Jahr ohne Linie dasteht, soll der Betrieb 2018 aufgegeben werden.

95 Jahre nach ihrer Gründung zeichnet sich das Ende der Allgemeinen Flensburger Autobus-Gesellschaft (AFAG) ab. Nach dem Verlust der Ausschreibung für die bisher von der AFAG bedienten Linien in der Stadt wird das Unternehmen abgewickelt. „Wir schließen ab, wir machen zu“, kündigte gestern Geschäftsführer Thomas Bauer an. Im Jahr 2013 hatte die Stadt alle Flensburger Buslinien in die Zuständigkeit der Stadtwerke-Tochter Aktiv-Bus gegeben, auch die AFAG-Linien 10, 11, 12, 14, 15. Aktiv-Bus übergab deren Bedienung an die AFAG als Subunternehmer. Diese Regelung läuft Ende 2017 aus, schon jetzt wurde die Bedienung als Subunternehmer-Leistung europaweit ausgeschrieben. Wie berichtet, gingen die Unternehmen Förde-Bus und Autokraft aus der Ausschreibung als Sieger hervor.

In einer Pressemitteilung nahm gestern Thomas Bauer, Geschäftsführer der AFAG, Stellung: Ausschlaggebend sei gewesen, dass das Angebot der AFAG preislich nicht konkurrenzfähig gewesen sei. „Die AFAG bedauert diese Entscheidung sehr.“ Thomas Bauer: Als kleines, rein auf den Stadtverkehr Flensburg spezialisiertes Unternehmen mit der betrieblichen und personellen Infrastruktur nur für diesen Zweck könne die AFAG „trotz spitzem Bleistift“ keine – auch keine anteilige – Kostenübernahme durch andere Teilbetriebe generieren wie vielleicht andere Bewerber.

Nach den Worten Bauers konzentrieren sich jetzt alle Bemühungen darauf, dass die Busfahrer der AFAG von den siegreichen Unternehmen übernommen werden. Erste Signale in diese Richtung gibt es. Die AFAG hat 22 feste Fahrer, 48 Mitarbeiter mit Aushilfsfahrern.

Im Anschluss werde dann der Verkauf der 18 Fahrzeuge im Mittelpunkt der Bemühungen stehen.

„Bis dahin wird die AFAG auch weiterhin ihren Beitrag zum anerkannt hohen Standard im Flensburger Nahverkehr leisten“, betonte Bauer. 

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erstellt am 10.Aug.2016 | 18:36 Uhr

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