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Flensburger Tageblatt

24. April 2014 | 07:51 Uhr

Logistikfirma Frode Laursen - 80 neue Jobs für Flensburg-Handewitt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die dänische Logistikfirma Frode Laursen investiert 15 Millionen Euro im gemeinsamen Gewerbegebiet Flensburg-Handewitt – und will dort für gute Nachbarschaft sorgen.

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Dies ist die Geschichte der größten Flächenansiedlung in der Historie der Wirtschaftsförderung Wireg, und sie beginnt 2010 am Wittenberger Weg im Industriegebiet West. Seinerzeit übernimmt das dänische Logistik-Unternehmen Frode Laursen (1700 Mitarbeiter, 600 eigene Fahrzeuge mit 2000 Aufliegern) die insolvente Spedition Nielsen & Sørensen. Von nun an unterhält Dänemarks Marktführer für Logistiklösungen von Skandinavien nach Europa einen Standort mit 150 Mitarbeitern in Flensburg, außerdem ein Außenlager in Altholzkrug.

Jetzt nimmt das Wachstum südlich der Grenze Fahrt auf. Auf einem 95.000 Quadratmeter großen Grundstück direkt an der A7 in Handewitt investiert Frode Laursen 15 Millionen Euro in ein Dienstleistungszentrum mit Lager, Verpackung und Verwaltung – für Kunden aus der Lebensmittelindustrie wie Unilever, Nestle, Kraft oder Mars entstehen. Neben 50 neuen Arbeitsplätzen in der Lagerwirtschaft direkt an der Autobahn 7 im gemeinsamen Gewerbegebiet Flensburg-Handewitt sollen – einschließlich Azubis – 30 weitere am Flensburger Standort von Nielsen & Sørensen entstehen.

Frode-Laursen-Geschäftsführer Anders Balle erklärte, dass über das neue Lager, das binnen sieben Monaten entstehen könnte, Kunden in Skandinavien, aber auch im Grenzhandel bedient würden. Südlich der Grenze produzierte Waren sollen hier für den skandinavischen Markt in Geschenkekartons umverpackt und so veredelt werden.

Als Hauptgrund für die Ansiedlung südlich der Grenze nannte Balle neben der guten Verkehrsanbindung und der Unterstützung durch Wirtschaftsförderer und Kommunen vor allem die Arbeitskosten: „Die Lohnkosten in Deutschland sind niedriger als in Dänemark“, erklärte Balle, wollten das Lohngefälle aber nicht näher beziffern: „Als Däne tut es mir leid, dass es so ist.“ Balle sagte, er wisse, dass die künftigen Nachbarn an der Lecker Chaussee etwas Kummer hätten mit einem Logistikzentrum in der direkten Nachbarschaft, versprach aber alles für ein gutes Verhältnis zu tun. In der Konzernzentrale im dänischen Dörfchen Vitten (90 Häuser, 300 Mitarbeiter, hunderte Lkw) gebe es keine Probleme: „Wenn ein Lkw-Fahrer zu schnell fährt, kümmern wir uns.“ Für Handewitt nannte Balle die Zahl von 100 bis 150 Lastwagen pro Tag.

Für OB Simon Faber zeigt die Ansiedlung die Bedeutung der Jütlandroute: „65 Prozent des dänischen Warenexports laufen über diese Achse.“ Nun müssten Landes- und Bundesregierung an einer konsequenten Wegequerung über den Nord-Ostsee-Kanal arbeiten. Handewitts Bürgermeister Arthur Christiansen lobte die 20 Jahre alte, weise Entscheidung für das interkommunale Gewerbegebiet Flensburg-Handewitt. Dies mache deutlich, dass die Zusammenarbeit zwischen Oberzentrum und Gemeinden von zentraler Bedeutung für die Region sei. Nun brauche man dringend die Ortsumfahrung der B199. Wirtschaftsförderer Olaf Krüger sprach von einer standortpolitisch besonders wichtigen Ansiedlung: „Angebote logistischer Dienstleister machen uns auch für andere Branche attraktiv.“

Karte

von Carlo Jolly
erstellt am 20.Sep.2013 | 07:09 Uhr

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