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Flensburg : 60 Millionen für Sozialwohnungen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Verdoppelung des kommunalen Förderbudgets für Flensburg: Anträge für 600 Wohneinheiten liegen auf dem Tisch

Flensburg | Stadt und Bauträger können bis Ende 2018 erheblich mehr Sozialwohnungen bauen als bisher vorgesehen. Die vom Land zur Verfügung gestellten Mittel für Flensburg wurden von 25 Millionen auf rund 60 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Das teilte das Rathaus gestern mit und bezog sich dabei auf eine Mitteilung von Innenminister Stefan Studt. Es liegen Anträge für 600 Einheiten im sozialen Wohnungsbau vor.

Hoch erfreut von dieser Nachricht zeigte sich nicht nur Oberbürgermeisterin Simone Lange, sondern auch Raimund Dankowski, Chef des Selbsthilfe-Bauvereins (SBV), größter Anbieter von Sozialwohnungen in Flensburg: „Wir haben ein großes Interesse an diesen zusätzlichen Mitteln, denn es gibt einen großen Bedarf an weiteren Sozialwohnungen.“ Allein der SBV hat für die nahe Zukunft fast 500 Wohneinheiten in der Pipeline, von denen ein großer Teil sozial gefördert wird: Travestraße 28 (70), Rude 1-21 (120) und Wohnpark Tarup (rund 300).

Hintergrund ist die von der Landesregierung im Dezember beschlossene gegenseitige Inanspruchnahme der Mittel des Sonderprogrammes „Erleichtertes Bauen“ und des Wohnungsbauförderungsprogrammes 2015-2018. Während Bauherren früher nur auf eines der beiden Programme zugreifen konnten, können sie jetzt beide kombinieren. Dies habe zu einer erhöhten Flexibilität der sozialen Wohnraumförderung geführt. „Damit können wir gut auf die steigenden Bedarfe der wachsenden Stadt Flensburg reagieren und unsere Stadt nachhaltig fit für die Zukunft machen“, so Lange. Jedes Jahr wächst die Bevölkerung der Stadt um 1000 bis 1500 Personen, so Stadt-Sprecher Clemens Teschendorf.

Die Förderung besteht zum großen Teil aus zinsverbilligten Krediten. Diese Art der Förderung hat in den letzten Jahren an Attraktivität eingebüßt, weil die Zinsen ohnehin schon auf einem historisch niedrigen Stand liegen. Deshalb begrüßen die Bauherren eine Neuerung: Erstmals gibt es für den sozialen Wohnungsbau auch Zuschüsse in Höhe von 250 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht grob gerechnet einem Zehntel der Baukosten. Dies seien Mittel des Bundes, so Dankowski, von denen 32 Millionen Euro für Schleswig-Holstein vorgesehen seien.

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erstellt am 10.Mär.2017 | 08:21 Uhr

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