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Flensburger Tageblatt

02. Juli 2016 | 09:34 Uhr

Harrislee : 39 Orte besiegeln Klimaschutz-Pakt

vom

Antrag auf Förderung eines Konzepts für den Raum Flensburg am Freitag unterzeichnet. Federführung übernimmt Harrislee.

Harrislee | Ein mehrmonatiger Abstimmungsprozess fand gestern im Bürgerhaus in Harrislee seinen formalen Abschluss. Bürgermeister Martin Ellermann setzte seine Unterschrift unter einen Antrag auf Förderung eines gemeinsamen integrierten Klimaschutzkonzeptes. Dabei handelte er als Beauftragter von nunmehr 39 teilnehmenden Gemeinden im ersten und zweiten Siedlungsring um Flensburg. In letzter Minute hatte sich auch die Gemeinde Oeversee zum Mitmachen entschlossen.

Ziel sei es, so Ellermann, bis 2050 den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) auf null zu fahren. "Das Signal für den Klimaschutz steht auf grün!" In Flensburg sei bereits vor zwei Jahren in Fortführung des Klimapaktes von 2008 ein Klimaschutzkonzept erstellt worden. Jetzt wollten die Umlandgemeinden diesem Beispiel folgen und sich dabei an den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten orientieren.

Die Kosten für das Konzept belaufen sich auf 166 000 Euro, von denen 65 Prozent gefördert werden. Den Rest teilen sich die 39 Gemeinden im Verhältnis ihrer Einwohnerzahl. Finanziell mit ins Boot stieg dabei die Stadt Flensburg. Olaf Carstensen von der Abteilung Stadtentwicklung überbrachte eine Kostenzusage von 6500 Euro. Dabei handelt es sich um den noch nicht ausgegebenen Anteil eines Preisgeldes von 10 000 Euro, das die Stadt und ihr Umland 2012 für den zweiten Platz bei der "Energieolympiade" erhalten hatten. Mit 2000 Euro beteiligt sich zudem die Kreishandwerkerschaft Flensburg Stadt und Land. Geschäftsführerin Petra Schenkluhn verwies auf die Mitgliedschaft ihrer Organisation im Flensburger Klimapakt und darauf, dass einige Innungen Aktionen zur Schadstoffminderung und Energieeinsparung durchgeführt hätten. Sie hofft, dass die später folgenden Maßnahmen in Form von Aufträgen dem Handwerk und dem Gewerbe der Region zugutekommen.

Diplomvolkswirtin Julia Schirrmacher vom Zentrum für nachhaltige Energiesysteme der Uni Flensburg hatte die Antragstellung koordiniert (wir berichteten). Nach ihrer Aussage kann mit dem Erstellen des Konzepts wohl im September begonnen werden. Dafür werde ein Jahr veranschlagt. Es sei Voraussetzung für die anschließende Umsetzung, die auf drei Jahre angelegt sei und auch gefördert werde. "Der dann erzielte Mehrwert kommt den beteiligten Gemeinden zugute."

Stefan Ploog, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Oeversee und Sprecher der Umlandgemeinden, hofft nun auf eine fundierte Grundlagenarbeit mit Erfassen des Ist-Zustandes und Aufzeigen konkreter Maßnahmen. Daraus müsse dann ein wirkungsvoller gemeinsamer Ansatz im Sinne des Klimaschutzes entwickelt werden. Er bedauerte, dass einige Gemeinden sich nicht beteiligt hätten. Für sie sei der Zug zunächst abgefahren. Der von Ellermann unterschriebene und zuvor von Bauamtsmitarbeiterin Ute Runge erstellte Antrag geht nun nach Berlin zu einem Projektträger, der im Auftrag des Bundesumweltministeriums die administrative Abwicklung und die Auszahlung der Fördergelder vornimmt.

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erstellt am 23.Mär.2013 | 08:39 Uhr

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