zur Navigation springen

Flensburger Tageblatt

26. September 2016 | 14:16 Uhr

Neue Wohnungen : 25 Millionen für den Schulgarten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Gewoba Nord schafft insgesamt 120 Wohnungen zwischen Duburger Straße und Gartenstraße – 27 davon im sozialen Wohnungsbau

Es war eine Art frühes Schulzentrum im Flensburger Norden. An der unteren Duburger Straße, ein alter Hohlweg zur Erschließung von Schlossgrund und Ramsharder Feld, residierten an der Ecke Gartenstraße einst die Handelslehranstalt, die dänische Nordertorschule, eine Filiale der Landeszentralbibliothek und die Geschäftsstelle des Grenzvereins. „Skolehaven“, auf Deutsch Schulgarten, hat die Schleswiger Wohnungsbaugenossenschaft Gewoba Nord ihr bislang größtes Neubauprojekt in Flensburg getauft. Seit Ende November liegt die endgültige Baugenehmigung vor. Gestern war Spatenstich für den 16 Millionen Euro teuren Komplex mit 93 Wohnungen zwischen 37 und 99 Quadratmetern Größe sowie einer Gewoba-Geschäftsstelle für Flensburg. In dem vierstöckigen Bau plus Staffelgeschoss und begehbarer Dachterrasse soll die Nettokaltmiete bei neun Euro liegen. Die Adresse wird Gartenstraße 1 - 3a lauten.

Günstiger werden soll es in den Gebäuden Duburger Straße 10 - 12, die die Gewoba ebenfalls erworben hat. Das Doppelhaus soll für neun Millionen Euro saniert und in 27 öffentlich geförderte Wohnungen verwandelt werden. Das Gebäude von 1797 hat ebenfalls eine Schulhistorie: Es war im 19. Jahrhundert Freischule des Kirchspiels St. Marien und nach dem Zweiten Weltkrieg Sprachheilgrundschule und später Physiotherapieschule, wie Oberbürgermeister Simon Faber gestern beim Spatenstich berichtete. Da sich immer mehr Bürger in Richtung der Städte orientieren und Flensburg durch die Flüchtlingskrise zusätzlichen Wohnraum brauchen wird, ist der Startschuss des Gewoba-Projektes für OB Faber ein erfreuliches Signal: „Hier entstehen 120 Wohnungen, die wir dringend benötigen, in guter Lage zwischen Innenstadt und Neustadt nahe der Phänomenta.“

Für die Genossenschaft, ihre Vorstände und Aufsichtsräte war es auch eine Geduldsprobe – acht Monate hatte man allein auf die Baugenehmigung gewartet, seit Juli 2012 läuft die Gesamtplanung. Im kommenden Jahr wollen die Schleswiger mit ihren Aktivitäten in Flensburg Fahrt aufnehmen.

Mit dem „Hansigarten“ sollen in Mürwik an der Einmündung Solitüder Straße für geplante 3,5 Millionen Euro 21 Wohnungen entstehen. 2016 werde wohl nur geplant und erst 2017 gebaut, hieß es gestern. Noch länger dürfte das Wohnprojekt Freiland am Munketoft dauern, für das Gewoba-Chef Dietmar Jonscher schwierige Rahmenbedingungen sieht. Jonscher machte aber auch klar, dass die Genossen sich gerne im Umfeld der Flensburger Neustadt weiter engagieren möchten. Durch die jüngeren Entwicklungen in der Stadt sieht Jonscher mögliche neue Betätigungsfelder, nicht nur im Umfeld der Planungen rund um die Walzenmühle. Auch das Schwarzental und die Neuplanung des Holzhausprojekts Eckener Straße 28 seien interessant, sagte Jonscher. Für Stadtsanierer Helmut Pagel könnte es der Beginn einer wunderbaren Zusammenarbeit werden.

zur Startseite

von
erstellt am 18.Dez.2015 | 18:46 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen