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Flensburger Tageblatt

07. Dezember 2016 | 17:32 Uhr

Flensburg : 23-Jähriger leblos im Hinterhof gefunden

vom

Der Mann starb an schweren Schnittverletzungen. Die Polizei geht von einem Unfall aus.

Flensburg | Ein 23-jähriger Mann ist in der Nacht zum Sonntag in Flensburg an massiven Schnittverletzungen gestorben. Die Polizei geht von einem Unfall aus, wie ein Sprecher am Sonntag erklärte. Doch der Fall gibt Rätsel auf.

Gerüchte schießen ins Kraut, die allesamt von der Polizei dementiert werden. Gegen 2 Uhr war ein Notruf bei der Leitstelle in Harrislee eingegangen. Anwohner der unmittelbar an der Exe gelegenen Straße hatten sich besorgt geäußert: Es habe laute Schreie im Mehrfamilienhaus Nummer 7 gegeben, sie hätten eine Auseinandersetzung und berstendes Glas gehört.

Als Polizei und Rettungsdienst eintrafen, bot sich ihnen ein schockierendes Bild. Die Haustür war eingeschlagen, das Fenster zersplittert. Eine Blutspur führte im Treppenhaus bis hinauf in den ersten Stock. Wände und Türen waren rot verschmiert.

Wenig später gab es einen zweiten Anruf. Ein schwer verletzter, blutüberströmter Mann war in einem Hinterhof an der Sophienstraße gefunden worden. Dieser Platz ist gut 200 Meter vom mutmaßlichen Tatort entfernt. Zeugen sprechen von einem auf dem Boden liegenden jungen Mann, der in der Nachbarschaft nicht bekannt sei und den Polizeibeamte vergeblich versucht hätten zu reanimieren. Diese Version ist offiziell nicht bestätigt.

Zur Identität des Toten sagte Polizeisprecher Christian Kartheus gestern Nachmittag lediglich, dass dieser 23 Jahre alt gewesen sei. „Weitere Auskünfte werden mit Rücksicht auf die Angehörigen nicht erteilt.“

Spekulationen, die in sozialen Netzwerken kursieren, widersprach er entschieden. Dort ist von Messerstichen die Rede, Schüsse sollen gefallen sein. „Wir haben keine Hinweise auf ein Fremdverschulden“, sagte Kartheus. Demnach geht die Kripo von einem Unfall aus: „Der junge Mann hat sich die Schnittverletzungen an einer Glasscheibe der Hauseingangstür zugefügt und ist aufgrund des hohen Blutverlustes verstorben.“

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erstellt am 28.Aug.2016 | 16:45 Uhr

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