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Kultur in Flensburg : 1. Mai: Rock gegen Rassismus

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

DGB-Jugend plant kleines Festival auf dem Südermarkt – nach der Kundgebung zum Tag der Arbeit

Es könnte eine kleine Tradition begründen – obwohl der Vorläufer im vergangenen Jahr noch am Vorabend des 1. Mai den Südermarkt beschallte. Sieben Stunden „Rhythm against racism“ plant die DGB-Jugend nach der traditionellen Mai-Kundgebung mit insgesamt sieben lokalen Bands von 13 bis 20 Uhr. Mit dabei sind das Intercultural Music Project aus der Neustadt, Marten Threepwood & das Leben, Holger Burger aus Hamburg, Flensburg Melancholie, The Opposite of Silence, KarmaKarakta und Down on Knees.

„Die Idee kommt aus Potsdam“, verrät Thomas Paulsen von der DGB-Jugend, man habe nur ein bisschen Staub abklopfen müssen. Mit Unterstützung der Jugendorganisationen von IG Metall, Verdi, Linken und den Jusos haben sie das gegenüber dem Vorjahr kräftig gewachsene Festival organisiert.

Sönke Scharlau darf mit seiner Rock-Band „Down on Knees“ mit selbstgeschriebenen englischen Texten den Schlusspunkt vor der Aftershow-Party im Tableau (ab 20 Uhr) setzen: „Es ist wichtig, bei so etwas mitzumachen“, findet er, der bei der Premiere im vergangenen Jahr auch dabei war.

Nicolai Ohagen ist mit „The Opposite of Silence“, einem neuen Quartett zwischen Punk und Rock, mit selbst komponierten Stücken dabei. „Wir lassen uns den Mund nicht verbieten“, heißt es doppeldeutig in einem Stück.

„Man kann durch die Musik auch Leute aufmerksam machen“, finden Paola und Nigel von KarmaKarakta. Im vergangenen Jahr hatten sie ziemlich spontan drei Tage vorher zugesagt und mitgemacht. Diesmal wollen sie am 1. Mai bei dem längeren und größeren Festival auf jeden Fall dabei sein. Jede der sieben Bands soll zwischen 30 und 45 Minuten auf der Südermarkt-Bühne stehen.

Timo Olesen von den Jusos findet, der 1. Mai passe gut für den „Rhythm against racism“. Schließlich gebe es Parteien am rechten Rand, die Arbeitnehmerrechte abschaffen wollten. „Wichtig ist, dass am Tag der Arbeit auch mal was anderes passiert“, sagt er. Essen soll es übrigens auch geben – ab dem Nachmittag, und zwar Interkulturelles aus der Neustadt.

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erstellt am 14.Apr.2017 | 19:05 Uhr

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