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Elmshorner Nachrichten

05. Dezember 2016 | 01:36 Uhr

Musik, Film und 18 Präsentkörbe : Zweites Picknick Open Air Kinos im Skulpturengarten

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

50 Gäste sahen die Working-Class-Komödie „Ein Geschenk der Götter“.

Elmshorn | Nachdem es einige Stunden zuvor noch kräftig geregnet hatte, blieb es während der gesamten Dauer des zweiten Picknick Open Air Kinos in diesem Jahr im Skulpturengarten trocken. Das war „Ein Geschenk der Götter“ – und so lautete auch der Titel des Films, den das Stadtmarketing ab 22 Uhr präsentierten.

Damit war das Programm- oder Unterhaltungsangebot aber keineswegs erschöpft. Zur Gestaltung des Abends trugen auch der Singer-Songwriter Jens Plöhn, begleitet von Tom Haberl am Cajon, bei: Sie boten feinsten Akustik-Pop. Die angekündigte Sängerin Jennifer Rasch, die Mutterfreuden entgegensieht, musste kurzfristig absagen. Mit Songs wie „In the sky“, von Plöhn unter dem Eindruck des Flüchtlingszustroms aus den Kriegs- und Krisenländern geschrieben, „Hands up“ und anderen forderte das Duo den Beifall der mehr als 50 Besucher heraus, die sich nach und nach am Veranstaltungsort eingefunden hatten.

Wer nicht selbst einen Picknickkorb mitgebracht hatte, erhielt Gelegenheit, einen zu gewinnen. Mit dem Kauf der Eintrittskarte nahm er „automatisch“ an der Verlosung teil, die Janna Busch, „moralisch“ unterstützt von der Stadtmarketing-Geschäftsführerin Manuela Kase, souverän durchführte. Die allgemeine Freude, die unter den Besuchern herrschte und sich immer wieder in fröhlichem Gelächter Bahn brach, war nicht zuletzt der Tatsache zuzuschreiben, dass gleich 18 Präsentkörbe verlost wurden. Damit war die Wahrscheinlichkeit verhältnismäßig hoch, zu den „Glücklichen“ zu gehören. „Einige gefüllte Picknickkörbe sind vom letzten Mal übrig geblieben“, erläuterte Kase.

Genau 102 Minuten dauerte die deutsche Working-Class-Komödie „Ein Geschenk der Götter“, mit dem der Abend im Skulpturengarten ausklang. Der erst zweite Spielfilm des Regisseurs Oliver Haffner wurde beim internationalen Filmfest in München mit dem Publikumspreis ausgezeichnet und fand auch bei den Elmshornern großen Anklang. Im Mittelpunkt der Sozialkomödie steht die Schauspielerin Anna, die nach ihrer eigenen Kündigung auf Bestreben des Jobcenters einen Schauspielkursus für acht Langzeitarbeitslose geben soll. Nach anfänglichem Widerstand finden die höchst unterschiedlichen Charaktere mehr und mehr Gefallen an der antiken Tragödie „Antigone“ von Sophokles. Zur großen Überraschung der Laienschauspieler werden sie ins Stadttheater eingeladen, um das Stück vor großem Publikum aufzuführen. Alle sehen darin eine einmalige Chance und sind hoch motiviert. Nur Anna spielt mit dem Gedanken auszusteigen, denn mit Laien vor ihren ehemaligen Schauspielkollegen aufzutreten, ist für sie unvorstellbar. Wie sie sich schließlich entschied, konnte den aufmerksamen Zuschauern nicht entgehen.

Zu den Besuchern des Open-Air-Kinos gehörte auch die Elmshornerin Renate Schneider, die bislang jede Veranstaltung besucht hat, wie sie berichtet. Ihr gefallen insbesondere die anspruchsvollen, zum Nachdenken anregenden Filme und ganz allgemein die Atmosphäre auf den Veranstaltungen. Dass sie diesmal einen Picknickkorb gewann, freute sie natürlich.

Stadtmarketing-Geschäftsführerin Manuela Kase möchte mit ihrer erfolgreichen Veranstaltungsreihe nicht nur Elmshorner, sondern auch Menschen aus der nahen und weiteren Umgebung ansprechen. Berechtigterweise stellt sie fest, dass das Konzept aufgegangen sei: Der Mischung aus Kino, Picknick und Unterhaltung komme an. „Wir haben ein hohes Niveau, wofür uns die Besucherzahlen belohnen.“

Der letzte Picknick Open Air Kino-Termin in diesem Jahr ist Freitag, 22. Juli. Gezeigt wird dann die französische Komödie „Heute bin ich Samba“. Die Gäste dürfen sich auf die Künstlerin Jerzee im Vorprogramm freuen.

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erstellt am 11.Jul.2016 | 16:30 Uhr

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