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Elmshorner Nachrichten

04. Dezember 2016 | 15:16 Uhr

Zwei Schritte zurück, dann einer nach vorn

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Fussball Sven Hege kommt von der Bundes- in die Bezirksliga, um beim FC Elmshorn ein wenig mehr Professionalität in den Frauenbereich einzubringen. Erstes Ziel: Anzahl der Gegentore halbieren.

Es ist ein Schritt zu Freunden und guten Bekannten, wie den bisher beim FC Elmshorn allein verantwortlichen Frauentrainer Stefan Beneke oder den für Mädchen und Frauen zuständigen Vizepräsidenten Mathias Wittorf. Es ist aber auch rein sportlich betrachtet ein Schritt zurück – mindestens. Statt 2. Bundesliga nun also Bezirksliga. Sven Hege ist sich dessen genau so bewusst wie der damit verbundenen Herausforderung, bisher als selbstverständlich angenommene Anforderungen an Umfeld und Spielerinnen zurückschrauben zu müssen. „Es wird viel Zeit und Geduld erfordern, aber im Endeffekt weiß ich, worauf ich mich einlasse“, sagt er.

Ab sofort übernimmt der 45-Jährige beim FC Elmshorn die Verantwortung für die Frauen; die genaue Bezeichnung ist noch nicht festgelegt. Hege wird das Training – Auftakt ist am Dienstag, 19. Juli – zusammen mit Beneke leiten. Zuletzt war der selbstständige Unternehmensberater beim SV Henstedt-Ulzburg (2. Bundesliga Nord) als Teammanager tätig, ehe er sich für einige Zeit in Fußball-Rente verabschiedete.

Nun hat Hege wieder Lust darauf, etwas neues zu starten. Vielleicht ist eine Parallele zu den Zeiten von vor zehn Jahren, als er und Wittorf bei der SV Lieth im Mädchenbereich tätig waren. Beide über ihre Töchter. Wittorfs Zwillinge Yasmin und Ayleen spielen jetzt beim FCE; Heges jüngste Tochter Tomke wagt dieser Tage den Schritt vom SVHU zum 1. FC Saarbrücken in die 2. Bundesliga. Die Wege trennten sich dann. Wittorf ging vom Butterberg zum Ramskamp, Hege weiter zum Hamburger SV, dann zu Union Tornesch und schließlich zum SV Henstedt-Ulzburg.

Nun fangen beide um Beneke ergänzt zum Trio neu an, um den Frauenbereich beim FCE wieder auf breitere Füße zu stellen. Personell zeitweise dünn besetzt, hatten die Frauen in der vergangenen Saison den Abstieg aus der Bezirks- in die Kreisliga so gerade noch verhindert. Hege baut daher Utopien vor („Aufstieg ist kein Thema für diese Saison!“), hat aber schon klare Vorstellungen von dem, was er erreichen will. „Ich hätte zu allererst die Anzahl der Gegentore gern halbiert“, sagt er. 93 waren es in der Saison 2015/16 nach 20 Partien. Daher werde er zunächst einen ergebnisorientierten Fußball spielen lassen – „Damit die Mädels sehen, dass sie auch gewinnen können.“

Ein wenig Grundlagen im konditionellen Bereich haben die Spielerinnen bereits nach Plan in der nun zu Ende gehenden Sommerpause geschaffen. Alles andere liegt in den Händen von Sven Hege und Stefan Beneke.

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erstellt am 12.Jul.2016 | 14:52 Uhr

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