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Elmshorner Nachrichten

03. September 2014 | 01:47 Uhr

Wie festlich kann St. Nikolai feiern?

vom

Schifferkirche soll umgestaltet werden / Finanzielle Unterstützung beantragt / Festwoche im Mai mit vielen Aktionen

Elmshorn | Wie könnte man das 100-jährige Jubiläum des Kirchenumbaus in St. Nikolai festlich gestalten und welche Vorarbeiten sind nötig? Diese Frage stellte sich eine Reihe von ehemaligen Kirchenvor-standsmitgliedern und Kirchenältesten rund um den ehemaligen Propsten des damaligen Kirchenkreises Rantzau, Alfred Goetz.

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Der erste Schritt war, eine Arbeitsgemeinschaft (AG) ins Leben zu rufen. Diese kommt seit Oktober 2010 zusammen und tagt ein Mal im Monat.

"Ein wichtiger Punkt ist die Umgestaltung der Schifferkirche", erläutert Alfred Goetz. Man wolle weg von den steifen, langen Kirchenbänken und wünsche eine Bestuhlung, die man ganz nach Bedarf nutzen oder wegstapeln könne um die rund 80 Quadratmeter große Fläche zur freien Gestaltung nutzen zu können. "Wir denken an Chorproben, Diskussionsrunden, Empfänge oder Kaffeetische", ergänzt Rosmarie Lehmann, 1. Vorsitzende des Kirchenvorstand St. Nikolai, die sich ebenfalls in der AG engagiert.

Die Krux liegt aber wie so oft im Detail. Zumindest die unter Denkmalschutz stehenden Wangen der Kirchbänke in der 1733 erbauten Schifferkirche müssen erhalten bleiben und eingelagert werden. Und die Stühle? Um Kosten zu sparen, könnten diese aus dem Gemeindehaus genommen werden, dem in den nächsten Monaten sowieso der Abriss bevorsteht. Um alles wegzustapeln, müsste allerdings eine schmale Raumabtrennung mit Sprossenfenstertüren (für den Lichteinfall) parallel zur Außenwand und Eingang Richtung Alter Markt erbaut werden. Hinter denen würde ein knapp fünf Quadratmeter großer Abstellraum entstehen. Alfred Goetz hat schon mal vorgefragt. Je nachdem, ob zusätzlich noch der kaputte Fußboden geflickt oder erneuert wird, liegen ihm Kostenvoranschläge zwischen 36 000 und 39 000 Euro vor.

Ein weiteres Thema der AG ist die Kirchenbeleuchtung. Beim Betreten der Kirche durch das Hauptportal wird die "Brautkirche" durchschritten. Der Raum wird als dunkel empfunden, räumliche Gestaltung und Gewölbedecke werden nicht recht wahrgenommen. Hier soll eine Pendelleuchte mit direktem Lichtaustritt nach unten und indirektem nach oben Abhilfe schaffen. Auch die Hauptkirche - vor allem unter dem Orgelbereich - ist nur unzureichend ausgeleuchtet. Liedertexte lesen ist Augenpulver, auch die rund 80 Emporenbilder sind nicht gut erkennbar. Abhilfe sollen auch hier Pendelleuchten schaffen - zusätzlich zu den höher gehängten alten Kronleuchtern. Der Altarraum soll durch Strahler in Szene gesetzt werden und sowohl durch flächige Beleuchtung als auch punktgenaue Anstrahlung von einzelnen Objekten Spannung erzeugen und die Blicke nach vorn lenken.

Soweit, so schön, doch musste Alfred Goetz bei der Endsumme von gut 100 000 Euro seufzend von der Realisierung des Lichtertraums Abstand nehmen. "Da müssten wir schon reichlich Spenden bekommen oder einen Großsponsor finden", bestätigt Rosmarie Lehmann. Man habe die Kostenvoranschläge an den Kirchenkreis weitergeleitet, doch da sich hier alle Kirchengemeinden um Unterstützung vorstellen, gibt es eine Prioritätenliste, die dann nach finanziellen Möglichkeiten abgearbeitet wird. "Leider wurden unsere Wünsche dieses Mal noch nicht genehmigt. So müssen wir uns 2012 noch mal neu bewerben - oder eben auf Spenden hoffen."

Die AG hat auch genaue Vorstellungen für die Gestaltung der 100. Geburtstagsfeier des Kirchenumbaus. So soll es im Jubiläumsmonat Februar 2013 einen Festgottesdienst geben, der an die Restaurierung des Südschiffes erinnert. Im wärmeren Mai ist dann eine Festwoche geplant, die am Sonntag, 12. Mai, mit einem Jubiläumsgottesdienst, gehalten von Bischof Ulrich, eingeleitet wird. Sonnabend, 18. Mai, folgt der Floh- und Pflanzenmarkt rund um Nikolai. Pfingstsonntag finden Goldene Konfirmationen statt und Pfingstmontag predigt Propst Bergemann "open-air". Über die Feierwoche verteilt sind Theateraufführung, Orgelandachten - auch mit Gastorganisten - , Kirchenführungen durch die dann hoffentlich neugestaltete Schifferkirche und die Erstellung einer Festschrift geplant.Viel zu tun also bis 2013.

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von Uta Robbe
erstellt am 18.Jan.2012 | 06:38 Uhr

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