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Elmshorner Nachrichten

03. Dezember 2016 | 20:54 Uhr

Wetter sorgte für Brückensperrung

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Nachdem die Klappbrücke für die „Gloria“ geöffnet worden war, ließ sie sich aufgrund der Ausdehnung des Metalls nicht mehr schließen

Die Sonne schien vom blauen Himmel und viele Menschen machten sich auf den Weg Richtung Elbe, um dort das schöne Wetter zu genießen. Doch für manche endete am Himmelfahrtstag der Ausflug abrupt an der Elmshorner Klappbrücke. Die war hochgeklappt und ließ sich nicht wieder schließen. Der Grund war, so seltsam es klingt, das schöne Wetter.

Die Brücke war hochgeklappt worden, weil die Mannschaft der „Gloria“ mit dem alten Ewer zur Elbe wollte. So weit, so gut. Doch die Brücke ließ sich nicht wieder schließen. Die Verkehrsteilnehmer, die davor ausgeharrt hatten, mussten wenden und andere Wege nehmen.

Der Grund ist eine Kombination von Sicherungen und Wetterumschwung. „Wir haben zwei Sicherungssysteme“, sagt Ingenieur Ingo Brüss, der als Projektleiter für den Bau der Klappbrücke zuständig war. Zum einen wird die Brücke gesichert, wenn sie heruntergeklappt ist. Doch auch, wenn sie hochgeklappt ist, sorgen Krallen für zusätzliche Sicherheit. Und da Metalle unterschiedlich auf Wärme und Kälte reagieren, gibt es einen Sommer- und einen Winterbetrieb. „Wir sprechen bei der Ausdehnung über Millimeter“, sagt Brüss.

Bislang war die Brücke auf Winterbetrieb programmiert. Aufgrund des warmen Wetters am Donnerstag, so vermuten die Verantwortlichen, sorgte eine Ausdehnung des Metalls dafür, dass das Sicherungssystem ansprang und die Brücke quasi ihre Krallen ausfuhr. „Das ist schon kurios, dass ist nämlich nicht jedes Mal so“, sagte Brüss.

Zum Glück für alle Beteiligten sorgte der Wind dafür, dass die Brücke sich nach rund eine dreiviertel Stunde wieder, wie geplant, senkte. „Wir werden jetzt die Programmierung umstellen“, kündigte der Ingenieur an. Zudem soll das zusätzliche Sicherungssystem „nicht mehr bei normalen Klappvorgängen“ greifen. Das sei nicht „zwingend nötig“, so Brüss. Künftig soll es laut Brüss nur noch dann zum Einsatz kommen, wenn die Brücke länger hochgeklappt ist, beispielsweise bei Wartungsarbeiten. „Das verringert mögliche Störungen“, sagt Brüss.

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