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Elmshorner Nachrichten

09. Dezember 2016 | 01:11 Uhr

Verkehrsamt: Aufstand gegen Pläne des Kreises

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Resolution Stadt Pinneberg mobilisiert Politik gegen Umzug nach Elmshorn

Es kracht zwischen dem Kreis Pinneberg und der Stadt Pinneberg: Der Grund ist das Straßenverkehrsamt. Nach dem Wunsch der Kreisverwaltung soll es nach Elmshorn verlegt werden. Das passt den Pinnebergern überhaupt nicht. Sie fordern den Kreis auf, dauerhaft für den Verbleib des Amts in ihrer Stadt zu sorgen.

Für gestern Abend hatte Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg Bürgermeister aus umliegenden Städten und Gemeinden, die Vorsitzenden der Rathausfraktionen sowie die aus Pinneberg stammenden Kreistagsabgeordneten zusammengetrommelt. Gekommen waren Politiker aller im Pinneberger Rathaus vertretenen Fraktionen sowie einige Kreistagspolitiker. Im Rathaus unterzeichneten sie eine Resolution, in der der Kreis aufgefordert wird, von dem geplanten Umzug Abstand zu nehmen. „Bereits die Verlagerung der Kreisverwaltung nach Elmshorn im Jahr 2011 hat der Kreisstadt Pinneberg wirtschaftlich erheblich geschadet, da viel Kaufkraft aus der Innenstadt abgezogen wurde. Das darf sich nicht wiederholen“, heißt es in der Resolution.

Die Kreispolitik hat sich indes Dienstag in nichtöffentlicher Sitzung mit dem Thema befasst. Auf Antrag der CDU sollen zwar nicht nur mit dem Besitzer der Elmshorner Fläche, sondern auch noch mit dem Anbieter eines Pinneberger Grundstücks am Haidkamp weitere Verhandlungen geführt werden. Die Kreisverwaltung hat dennoch deutlich gemacht, dass sie unter anderem aus Gründen der Synergie das Elmshorner Areal neben dem Kreishaus eindeutig für die beste Lösung hält.

Ein Neubau in Eigenregie des Kreises scheint vom Tisch zu sein: Das würde Zeit kosten und damit viel Geld. Denn sollte es bis Ende 2017 kein neues Straßenverkehrsamt geben, müsste der Kreis nach eigenen Angaben bis zu 1,8 Millionen Euro unter anderem für Fassadensanierung und Brandschutz der jetzigen Immobilie in Pinneberg hinblättern. Um das Gebäude dann kurz darauf abreißen zu lassen. Seite 9

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erstellt am 14.Sep.2016 | 10:56 Uhr

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