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Elmshorner Nachrichten

04. Dezember 2016 | 01:01 Uhr

Awo-Mitarbeiter wehren sich : Verdi fordert einen Tarifvertrag für alle

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Warnstreik: Die Awo-Mitarbeiter wehren sich gegen Ungleichbehandlung und niedrige Löhne.

Elmshorn | Die dritte Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern ist gescheitert und die Beschäftigten der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Schleswig-Holstein machen ihrem Ärger derzeit landesweit mit Warnstreiks Luft. Gestern zogen rund 70 Awo-Mitarbeiter aus den Kreisen Pinneberg und Steinburg durch die Elmshorner City zur Kundgebung auf den Alten Markt. Besonders das pflegerische Personal war dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi gefolgt, doch auch Kita-Erzieherinnen marschierten im Demonstrationszug mit.

„Eine Awo - ein Tarif, die Einkommen müssen auf das Niveau des öffentlichen Dienstes angehoben werden“, sagte Erzieherin Theresa Bielenberg, Mitglied der Tarifkommission, gestern in Elmshorn. Sie setzt sich für die Gleichbehandlung aller Mitarbeiter ein. Die Gewerkschaft Verdi fordert für die rund 4000 Mitarbeiter der 150 Awo-Betriebe in Schleswig-Holstein einen einheitlichen Tarifvertrag. „Jahrelang haben die Bediensteten sehr geringe Gehaltserhöhungen in Kauf genommen, damit muss jetzt Schluss sein“, sagte die zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretärin Heike Maser-Festersen.

Sie kritisiert, dass die Awo dringend benötigte Kita-Erzieherinnen bereits jetzt nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes entlohne, aber Awo-Erzieher im Bereich der Jugendhilfe 20 Prozent weniger verdienten. Diese Praxis, so Maser-Festersen, sei ein Versuch, die Belegschaft zu spalten. Verdi fordert 6,5 Prozent mehr Gehalt für die Nicht-Kita-Bediensteten der Awo. Die Arbeitgeber bieten lediglich 2,5 Prozent für 2017 und 2018 an. Eine Einigung ist derzeit nicht in Sicht. Weitere Verdi-Warnstreiks in Schleswig-Holstein sind nicht ausgeschlossen.

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erstellt am 24.Nov.2016 | 16:11 Uhr

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