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Elmshorner Nachrichten

08. Dezember 2016 | 23:12 Uhr

Verdi bemalt Straßen, Stadt ist auf Zinne

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

TTIP Gewerkschaft will für Demo mobilisieren / Elmshorn verlangt Beseitigung

Zoff zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Stadt Elmshorn. Der Grund: Die Gewerkschaftsjugend hat Straßen besprüht, um auf eine Demonstration aufmerksam zu machen. Die Stadt ist auf Zinne und hat die Gewerkschaft aufgefordert, die Straßen umgehend wieder zu reinigen. Verdi wirft der Stadt im Gegenzug „fehlendes politisches Bewusstsein“ vor.

Darum geht es: Dienstag hatten Mitglieder der Verdi-Jugend Kreidesprühbilder auf Asphalt und Beton im Zentrum Elmshorns aufgebracht. Damit sollte zur Teilnahme an der Großdemonstration gegen die umstrittenen Freihandelsabkommen TTIP und CETA am 17. September in Hamburg aufgerufen werden.

Doch die Stadt spielte nicht mit. „Wir geben uns viel Mühe, Elmshorn sauber zu halten. Da kann nicht jeder ohne Genehmigung die Straßen beschmieren. Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis“, machte Bürgermeister Volker Hatje deutlich.

Die Stadt hat Verdi deshalb aufgefordert, die besprühten Straßen wieder zu säubern. Andernfalls werde die Stadt das übernehmen und Verdi die Kosten dafür in Rechnung stellen. Mitarbeiter der Stadtverwaltung hatten sogar von Sachbeschädigung gesprochen. Die Kreide sei leicht zu entfernen, so ver.di-Jugendsekretär Andreas Riedl. Bei jedem Kindergeburtstag werde sie benutzt. So einfach sei das Entfernen nicht, meint dagegen Hatje. Dass Verdi keine Einsicht zeigt, findet er „ziemlich unverfroren“.

Elmshorn verhindere bürgerschaftliches Engagement, beklagt Riedl. Andere Städte im Kreis Pinneberg hätten sich schon zu TTIP-freien Zonen erklärt. Unabhängig davon, kommt Verdi der Aufforderung der Stadt nach. Heute treffen sich TTIP-Gegner, um die Stadt wieder „sauber zu schrubben“, so Riedl. Hatje: „Gut so. Genau das wollten wir.“

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erstellt am 29.Jul.2016 | 15:13 Uhr

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