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Elmshorner Nachrichten

06. Dezember 2016 | 11:20 Uhr

Im Tiefflug über Elmshorn : Transall-Maschinen der Bundeswehr sorgen für Aufregung bei den Bürgern

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Immer wieder tauchen im Luftraum über Elmshorn Transall-Maschinen der Bundeswehr auf, die behäbig und laut brummend die Häuser überfliegen.

Elmshorn | Sie scheint zum Greifen nah, wenn sie über dem Elmshorner Stadtgebiet ihre Kreise zieht, und genau dieser Umstand verunsichert viele Bürger: Immer wieder tauchen im Luftraum über Elmshorn Transall-Maschinen der Bundeswehr auf, die behäbig und laut brummend die Häuser überfliegen. Zuletzt in der vergangenen Woche. Die Elmshorner tauschen sich darüber im Internet aus, stellen öffentlich die Frage, ob Flüge in dieser Höhe überhaupt erlaubt sind und laden auf YouTube auch mal ein Video hoch.

In dem 39 Sekunden dauernden Filmchen ist zu sehen, wie die große Militärmaschine am Himmel über Elmshorn ihre Runde dreht. Wer kann, sollte den Anblick genießen, denn Grund zur Sorge gibt es nach Auskunft von Experten nicht. Diese Tiefflüge sind genehmigt und dienen zu Übungszwecken.

Im April waren sie am Himmel über Elmshorn zu Gast, aus dieser Zeit stammt auch das Video, in der vergangenen Woche wieder. Am Donnerstag überflog eines der Bundeswehr-Transportflugzeuge am Nachmittag gegen 15.40 Uhr den südlichen Stadtrand. „Die Maschinen sind in einer Höhe von 500 Fuß, also etwa 150 Metern unterwegs“, sagte Hauptmann Maik Bugenhagen vom Luftfahrtamt der Bundeswehr in Köln. Start- und Landepunkt ist zumeist der Nato-Flugplatz in Hohn bei Rendsburg. „Militärischer Tiefflugbetrieb erfolgt im Rahmen der freien Streckenplanung durch die fliegenden Verbände und ist in ganz Deutschland zulässig“, so Bugenhagen. Ziel sei es, verschiedene Flugregionen zu nutzen, um die Piloten in unterschiedlichen Flugbedingungen zu schulen. „Eine Vorhersage, wann und wo diese Einsätze durchgeführt werden, ist daher nicht möglich“, so Bugenhagen.

Die Transall C-160 ist ein taktisches Transportflugzeug, das ein deutsch-französisches Firmenkonsortium entwickelt hat. Bekannt wurde die Transportmaschine, die von den Luftstreitkräften in Deutschland, Frankreich und der Türkei genutzt wird, vor allem durch Hilfsflüge nach Afrika in den 1970er und 1980er Jahren. Inzwischen gilt sie als Auslaufmodell, wird nach und nach durch den Airbus A400M ersetzt.

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erstellt am 10.Aug.2016 | 16:24 Uhr

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