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Elmshorner Nachrichten

03. Dezember 2016 | 18:45 Uhr

Badepark Elmshorn : Traglufthalle als „Rettungsring“

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der Aufbau ist fast abgeschlossen. Ab Montag ist dann überdacht geöffnet. Die Stadtwerke arbeiten mit Hochdruck an der Sanierung des Hallenbads.

Elmshorn | Der Schweiß fließt. In der Halle und vor der Halle. Die Sonne knallt seit zwei Tagen unerbittlich vom Himmel. Während Elmshorner im Badepark anrufen und nachfragen, ob bei diesem schönen Wetter noch geöffnet ist, hat ein Team aus Mitarbeitern der Stadtwerke und elf externen Helfern das 50-Meter-Becken und das Lehrschwimmbecken „winterfest“ gemacht. 80 Meter lang, 35 Meter breit, acht Meter hoch – die Traglufthalle steht. Ab Montag, 12. September, können die Elmshorner wieder unterm Tragluftdach schwimmen. „Der Aufbau hat reibungslos funktioniert“, betont Bäderbetriebsleiter Jürgen Gerweler. Allein Auf- und Abbau kosten zirka 20.000 Euro.

Acht 50-Meter-Bahnen: Unter der Woche werden fünf von Schulen und Vereinen genutzt, drei von den Badegästen. „Am Wochenende gibt es sogar fünf für die Gäste“, sagt Gerweler. Durch das große Sportbecken steht den Schwimmfans sogar mehr Fläche zur Verfügung als im Hallenbad. Traglufthallen wurden früher zur Wintersaison vor allem über Tennisplätzen aufgepustet. Die Traglufthalle im Elmshorner Freibad ist einzigartig und hat sich in den vergangenen 20 Jahren für Schulen und Vereine bewährt.

Doch jetzt wird sie im zweiten Winter hintereinander auch zum Rettungsanker für Elmshorn. Denn das Hallenbad ist seit September 2015 dicht. Es muss aufwendig saniert werden. Die Kosten liegen laut Stadtwerkechef Sören Schuhknecht bei zirka zwölf Millionen Euro. „Unser Ziel bleibt es, das Hallenbad bis Ende 2018 wieder zu eröffnen“, betont Schuhknecht. Noch in diesem Jahr sollen die Architekten ausgesucht und beauftragt werden. „Wir arbeiten mit Hochdruck an diesem Vorhaben“, verspricht Schuhknecht. Durch die Traglufthalle werde die „schwimmerische Grundversorgung“ in der Stadt aufrechterhalten. Alle Seiten müssten in der Übergangsphase Kompromisse eingehen.

Gerwelers Team legt in den kommenden Tagen letzte Hand an. Die „mobilen“ Startblöcke müssen noch eingesetzt werden. Im Sanitärtrakt sind die Handwerker noch am Arbeiten. Aber der entscheidende Kraftakt ist vollbracht. Die riesige Traglufthalle steht – und so ganz langsam hört der Schweiß auf zu fließen.

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erstellt am 09.Sep.2016 | 12:15 Uhr

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