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Elmshorner Nachrichten

10. Dezember 2016 | 15:38 Uhr

Klein Nordende : Streit um das Konzept des Bürgerforums

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die SPD kritisiert die Stellungnahme der Gemeindevertreter, die kaum auf Inhalte eingingen. Wählergemeinschaft und CDU verteidigen Vorgehen

Klein Nordende | Welchen Einfluss hat das Ortsentwicklungskonzept des Bürgerforums Klein Nordende zukünftig auf die politischen Einflussträger im Ort? Über diese Frage stritten sich die Gemeindevertreter während ihrer jüngsten Sitzung. Auf der Tagesordnung stand die lange erwartete Stellungnahme der Politiker zum Konzept, das das Bürgerforum bereits im Mai 2015 der Öffentlichkeit vorgestellt hatte. Im einstimmig gefassten Beschluss heißt es, dass die Gemeindevertreter das Ortskonzept „wertschätzend zur Kenntnis nehmen und den Beteiligten für ihr Engagement danke“.

Eine Formulierung, die reichlich Spielraum lässt. Und so gab Klein Nordendes SPD-Vorsitzender Andreas Kamin dann auch zu, dass der Beschluss „inhaltlich nicht auf das Konzept eingeht“. Er selbst befürchte, die Politik könne das Konzept in einer Schublade verschwinden lassen. „Ich bin sehr enttäuscht“, so Kamin. Der politische Beschluss sei „ein Armutszeugnis für uns alle“.

Dem widersprachen Wählergemeinschaft und CDU energisch. „Wir haben uns ausführlich mit dem Konzept beschäftigt“, sagte Telse Ortmann (WG). Aber man gehe letztlich nicht mit allen Punkten konform. Und Jürgen Huckfeldt (CDU) merkte an, dass das Konzept „Punkte enthält, die wir gar nicht erfüllen können“. Insbesondere das (fehlende) Geld spiele dabei eine Rolle. Einig war sich das Gemeindeparlament, dass man zukünftig bei anstehenden Projekten regelmäßig in das Ortskonzept schauen wolle.

Rund ein Jahr lang arbeiteten die Mitglieder der drei Forums-Arbeitsgruppen „Natur und Umwelt“, „Bauen und Wohnen“ sowie „Wege und Verkehr“ an dem Konzept. Unter anderem sprach sich das Forum für eine „bedarfsgerechte und moderate Siedlungsentwicklung“ mit „ortsüblichen Bebauungsformen und -dichten“ aus. Die Gruppe „Verkehr“ setzte sich für eine „Verlagerung des Kfz-Verkehrs, insbesondere des Durchgangsverkehrs, auf die Hauptstraßen“ ein.

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erstellt am 20.Jul.2016 | 11:11 Uhr

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