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Elmshorner Nachrichten

08. Dezember 2016 | 07:07 Uhr

Strapse, Oldies und viel Spaß

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Rallye Blick hinter die Kulissen der Flora-Veteranenfahrt / Acht Vereinsmitglieder haben die Großveranstaltung vorbereitet

„Hast Du mal ein Paar Strapse für mich?“, diese Frage hören Günter Grandlich und Peter Reckmann an diesem Morgen ziemlich oft. Kein Wunder, mit den Strapsen sind Kabelbinder gemeint und die brauchen die Rallyefahrer, um die Startnummern an ihren Fahrzeugen zu befestigen.

74 Oldtimerfahrer hatten sich für die zweite touristische ADAC-Veteranenfahrt während der Flora-Woche beim Motorsportclub angemeldet. Bereits morgens kurz vor 8 Uhr stehen die Papierabnahme und Fahrtunterlagenausgabe auf dem Programm. Und weil man sich mit hungrigem Magen nicht konzentrieren kann, gibt es ein kräftiges Frühstück. Dafür sorgen die Damen des Clubs, die jede Menge Brötchen-Hälften mit Butter bestreichen und anschließend belegen. Die Männer und Frauen um den zweiten Vorsitzenden Jürgen Tiedemann und Fahrtleiter Uwe Belz sind ein eingespieltes Team.

„Wir sind acht Leute, die die Rallye vorbereiten, die Strecke hat Uwe Belz ausgearbeitet und am Veranstaltungstag selbst sind 33 Männer und Frauen unter anderem an den fünf Stempelkontrollen im Einsatz“, erzählt Jürgen Tiedemann. Insgesamt wurden 49 Schilder einen Tag vorher entlang der Strecke aufgehängt, damit auch jeder Teilnehmer mit der Streckenführung zurecht kommt.

Den ersten Schrecken bekommen die Rallyeveranstalter aber bereits, bevor es richtig los geht. „In der Nacht wurde die Startrampe auf dem Buttermarkt umgeschmissen. Jetzt müssen wir sehen, ob etwas kaputtgegangen ist“, so Tiedemann.

Nachdem das Starterteam den Schaden gesichtet hat, gibt es Entwarnung. „Nur der Bulli der Freiwilligen Feuerwehr Klein Nordende passt nicht mehr hindurch, irgendwie ist der Sockel niedriger geworden“, heißt es später.

Eine wichtige Aufgabe zum Gelingen der Veranstaltung hat Günter Grandlich, der zusammen mit Peter Reckmann im Vorausfahrzeug unterwegs ist. „Wir fahren direkt vor dem Start der Teilnehmer noch einmal die gesamte Strecke ab, um zu kontrollieren, ob noch alle Hinweisschilder an ihren Plätzen sind, die wir gestern angebracht hatten. Wenn nicht, werden diese ersetzt“, so Grandlich.

Seit 1965 ist Grandlich im Rallyesport aktiv, immer als Beifahrer, der seinem Fahrer den Weg angibt. Ausgerüstet mit seinem Kartenbrett „franst“ er seinen Fahrer durch die von Uwe Belz ausgearbeitete Strecke. Von Elmshorn über Klein Nordende nach Moorrege, Heist, Haselau, Wedel und Heist. Und tatsächlich, einige Schilder haben sich über Nacht in Luft aufgelöst. Insgesamt erneuern die Beiden auf der 100 Kilometer langen Strecke drei Schilder.

Die Mittagspause und das Ziel befinden sich auf dem Flughafen in Heist. Bis zur Siegerehrung haben die Teilnehmer noch Gelegenheit, sich über die Fahrt zu unterhalten, während die Stempelkarten der Geschicklichkeitsprüfungen, die während der Fahrt absolviert werden mussten, ausgewertet werden.

Von den 74 angemeldeten Fahrzeugen gingen 67 an den Start. Sieben Teilnehmer kamen nicht im Ziel an.

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erstellt am 08.Sep.2016 | 16:00 Uhr

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