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Elmshorner Nachrichten

11. Dezember 2016 | 11:00 Uhr

Start in die Freiluft-Badezeit

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Freibad Der Badepark hat sich sommerhübsch gemacht / Obwohl die Eröffnungsparty ausfällt, kann ab Sonntag draußen geschwommen werden

Die schlechte Nachricht zuerst: Die groß angekündigte Freibad-Eröffnungsparty am Sonntag fällt aus. „Vorhergesagt sind Regen und Gewitter bei maximal zwölf Grad. Das will ich den Kindern nicht zumuten“, sagt Badepark-Betriebsleiter Jürgen Gerweler. Die Veranstaltung werde aber in den Sommerferien bei gutem Wetter„mit einer Hammer-Party“ nachgeholt.

Ansonsten gibt es lauter gute Neuigkeiten für Wasserratten. Denn das Freibad eröffnet nichtsdestotrotz am Pfingstsonntag und Gerweler und sein Team haben sich in den vergangenen Wochen und Monaten ordentlich ins Zeug gelegt, um das Areal sommerhübsch zu machen. Derzeit wuseln noch 32 Mitarbeiter über das Gelände, um die letzten Handgriffe zu erledigen.

Von hoch oben auf dem großen Rutschturm bietet sich ein beeindruckender Blick auf die drei großen Schwimmbecken, deren Wasser inzwischen wieder in karibischem Azurblau leuchtet. Drei Enten testen als Besucher der ersten Stunde die Wasserqualität und vor dem Bademeister-Stand wedeln die Palmen im Wind. „Diesen Anblick liebe ich“, sagt Jürgen Gerweler und holt sein Handy zum Fotografieren aus der Tasche. „So etwas wie hier sieht man ja heute kaum noch – die meisten Bäder leisten sich zum Beispiel kein 50-Meter-Becken mehr.“

Das Ergebnis des Frühlingsputzes dürfte den Besuchern aber schon am Eingang auffallen. Die Holzbrücke über die Schlangenau ist mit einem Luftgebläse gereinigt und das Geländer abgeschmirgelt worden, damit sich Kinder nicht verletzen können. Auf dem Weg dahinter hat Gerweler die Pappeln zur Schlangenau und zu den Liegewiesen hin fällen lassen. „Das war total zugewuchert. Jetzt hat man einen echten Panoramablick über das Gelände.“

Die Traglufthalle, die die Nutzung des Sportbeckens und des Lehrbeckens auch im Winter ermöglicht, haben die Mitarbeiter des Badeparks in Rekordzeit abgebaut. „Innerhalb von sechs Stunden war alles fertig“, sagt Jürgen Gerweler. „Ich bin sehr stolz – vor allem weil wieder einmal niemandem etwas passiert ist.“ Die Luft herauszulassen sei unproblematisch. „Aber das Falten der drei Haupthallenteile ist super anstrengend und geht auf die Fingerkuppen und Unterarme.“ Gerweler freut sich, dass die Halle wieder weg ist. „So sieht das doch hier wieder ganz anders aus.“

Viele Arbeiten hat Gerweler mit seinem Team schon in der Zeit von Januar bis April erledigt. Die Schwimmbecken selber kamen aber erst in den vergangenen beiden Wochen an die Reihe, als die Traglufthalle geschlossen war. „Wir haben das Wasser im Lehrschwimmbecken, im Spaßbecken und im Sportbecken abgelassen, Fugen, Fliesen und Filter gereinigt und desinfiziert“, erzählt Jürgen Gerweler. Rund 3500 Kubikliter gereinigtes, mit Chlor versetztes und angewärmtes Wasser wurden anschließend wieder in die Becken gefüllt. Sogar die 110 Meter lange Rutsche hat eine neue Lackierung der Außenhülle spendiert bekommen.

Aber auch überall drumherum haben die Arbeiter für Ordnung gesorgt. Die Liegewiesen sind frisch gemäht und teilweise wurde neuer Rasen eingesät, auf den Spielplätzen haben die Arbeiter Hölzer und Schrauben sowie den kompletten Sand ausgetauscht. Es gibt einige neue Spielgeräte. Und für die Jugendlichen wurden auch das Volleyball- und das Basketballfeld wieder auf Vordermann gebracht. „Gerade bei dem Basketballfeld war das dringend nötig“, sagt Jürgen Gerweler. „Das war so dreckig, dass es schon seit Jahren nicht mehr richtig benutzt werden konnte.“

Nachdem er im Vorjahr beobachtet hat, wie Mülleimer häufig zu Fußballtoren umfunktioniert worden waren, hat der Betriebsleiter des Badeparks außerdem die Anschaffung von vier kleinen Fußballtoren angeregt, die jetzt ausgeliehen werden können. Wer dagegen lieber in Ruhe am Beckenrand sitzt und den Kindern beim Spielen zusieht, wird sich über die neu lasierten Bänke und die zehn neu angeschafften Strandkörbe freuen.

Auch wenn die große Party am Sonntag buchstäblich ins Wasser fällt – die Frühschwimmer werden sich von keinen Kapriolen des Wetters davon abhalten lassen, gleich um acht Uhr morgens die ersten Bahnen unter freiem Himmel zu ziehen. Ungefähr 60 Stammgäste erwartet Jürgen Gerweler. Viele von ihnen kommen auch in der Woche jeden Tag – oft direkt vor der Arbeit.

Jürgen Gerweler hofft jetzt darauf, dass das gute Wetter nach Pfingsten möglichst früh zurückkehrt und die Gäste ins Freibad strömen. Im Vorjahr waren es rund 80  000 Gäste – inklusive Schulklassen und Sportvereinen.

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erstellt am 13.Mai.2016 | 16:00 Uhr

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