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Elmshorner Nachrichten

09. Dezember 2016 | 06:53 Uhr

Elmshorn fragt die Bürger : Stadtmarke: Was ist normal?

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Facebook-Aktion - auf der Suche nach einem Image für Elmshorn fragt die Stadt nach der Meinung der Bürger.

Elmshorn | Wodurch hebt sich Elmshorn von anderen Städten ab, was macht die Krückaustadt besonders? Mit dieser Frage hat sich die Stadt auf der Suche nach einer eigenen Stadtmarke beschäftigt – und ist schließlich bei der Frage gelandet, was für die Elmshorner denn überhaupt normal ist. „Während des Entwicklungsprozesses unserer Stadtmarke ist uns der Begriff ,normal’ immer wieder über den Weg gelaufen“, sagt Bürgermeister Volker Hatje. „Normalität wird offenbar längst nicht mehr nur im Sinne von durchschnittlich, spießig und langweilig verstanden. Im Gegenteil: In der Zeit, in der pausenlos Außergewöhnlichem, möglichst Auffälligem und Exzentrischem nachgejagt wird, ist ,normal’ auf dem besten Weg, ein neuer Trend zu werden.“

Was also ist normal? Diese Frage stellt die Stadt jetzt allen Bürgern. Das begleitende Beratungsunternehmen „Boy Strategie und Kommunikation“ startet deshalb ab Montag, 10. Oktober, eine dreiwöchige Facebook-Aktion. Auf der Seite „Elmshorn dein Normal“ hat dann jeder die Möglichkeit, Fotos und Filme, Geschichten und Statements zu ihrer ganz persönlichen Normalität zu posten und sich darüber auszutauschen, was für sie und ihr Leben in Elmshorn normal ist. Und zu gewinnen gibt es auch etwas: Unter sämtlichen Teilnehmern werden ein iPad und vier Einkaufsgutscheine im Wert von 20 bis 100 Euro verlost.

Bürgermeister Volker Hatje und Elmshorns Wirtschaftsförderer Thomas Becken haben sich übrigens schon einmal damit beschäftigt, was „normal“ für sie bedeutet. „Samstagmorgen zum Buttermarkt gehen und dort Freunde und Bekannte treffen – das ist eins von vielen Dingen, die für mich in Elmshorn ganz normal sind und die ich nicht mehr missen möchte“, sagt Hatje. Und Becken findet es ganz normal, auf dem Mountainbike Elmshorn und Umgebung zu erkunden und immer wieder neue Eindrücke zu sammeln. „Für andere Bürger ist es vielleicht normal, dass sie in 100 Metern von der Innenstadt aus im Grünen sind oder dass sie als Pendler schnell Hamburg erreichen können“, sagt Bürgermeister Hatje.

 

Für ihn ist es wichtig, dass sich Elmshorn mit seiner Stadtmarke von anderen Städten abhebt und gleichzeitig authentisch bleibt. „Wir stehen im Wettbewerb mit anderen Kommunen um neue Mitbürger und Unternehmen“, betont Wirtschaftsförderer Becken. „Die Marke wirkt aber auch nach innen, definiert die Identität dieser Stadt und füllt sie mit Leben.“

Vor etwa fünf Jahren hat der Wirtschaftsrat die Idee von der Stadtmarke zum ersten Mal in die politischen Gremien der Stadt getragen. Daraufhin hatte die Nordakademie eine Befragung unter den Unternehmen und Haushalten gestartet. Damals hatte sich kein eindeutiger Markenkern herausgebildet – aber es hatte sich gezeigt, dass Elmshorn in der Metropolregion Hamburg als die Stadt mit dem größten Potential gesehen wird. Um den Markenkern soll es in den kommenden Wochen gehen – mit Unterstützung der Elmshorner.

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erstellt am 11.Okt.2016 | 12:15 Uhr

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