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Elmshorner Nachrichten

10. Dezember 2016 | 00:30 Uhr

25 Jahre Brücke Elmshorn : Sommerfest im Brückenhof

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Bei der Tanznacht wird der blinde Discjockey Christian Ohrens für die Musik sorgen.

Elmshorn | Es wird ein wunderschönes Fest werden, ist sich Joachim Fitschen, Mitarbeiter bei der Brücke Elmshorn, sicher. Grund zum Feiern gibt es reichlich – die Tagesstätte der Einrichtung wird 25 Jahre und der Fahrradservice der Brücke feiert seinen 26. Ehrentag.

Aus diesem Anlass soll am Mittwoch, 14 September, ab 17 Uhr, mit allen Einrichtungen, rund 120 Mitarbeitern, hoffentlich ganz vielen Freunden und Besuchern das große Sommerfest im Brückenhof gefeiert werden.

Afghanische Spezialitäten, zubereitet von Frauen und Männern des Interkulturellen Treffs, werden für die richtige Grundlage zum Feiern sorgen. An der Cocktailbar zaubern Mitarbeiter der Fahrradwerkstatt alkoholfreie Jubiläumsgetränke, die dann rund um die Feuerschale sitzend, genossen werden können. Ein Jongleur sorgt mit seiner Feuershow für Unterhaltung – ebenso wie der Brückenchor, der sein Repertoire zu Gehör bringen wird: Von Volksliedern und Popsongs über Mantren und einer Mitsingaktion wird alles dabei sein.

Ab 19 Uhr kann dann im Café und auch draußen im Brückenhof das Tanzbein geschwungen werden. Für die passende Musik sorgt der blinde Discjockey Christian Ohrens. „Blind und dann DJ? Wie passt das denn zusammen?“, werde er häufig gefragt, erzählt Ohrens. „Das geht“, meint der Hamburger. „Meine CD-Hüllen sind mit Etiketten in Blindenschrift versehen, so weiß ich, welche CD ich gerade in Händen halte. Zudem habe ich auf meinem Laptop eine Datenbank mit all meinen CD’s, so dass ich schnell nachschlagen kann, welcher Titel sich auf welcher CD befindet.“

Auf die Frage, wie er denn Stimmung wahrnehmen kann und ob er merke, das getanzt wird, erklärt er: „Vielleicht ist es Euch auf Partys noch nicht aufgefallen, aber niemand tanzt schweigend. Schließlich ist man ja nicht auf einer Trauerfeier. Die Gäste sind ausgelassen, reden viel und so bekomme ich mit, ob sich jemand auf der Tanzfläche bewegt. Ich arbeite viel mit den Gästen zusammen, gehe auf ihre Wünsche ein und versuche diese zu erfüllen.“ Und schmunzelnd fügt er hinzu: „Aber wenn niemand sich etwas wünscht, braucht er sich am Ende auch nicht zu beschweren, dass die Party schlecht ist.“

Das wird bei der Brückenhof-Sause sicher nicht der Fall sein. Hier kommen unter dem Leitbild der Inklusion viele verschiedene Menschen zusammen. Es geht nicht mehr darum, Ausgegrenzte zu integrieren, sondern allen Menschen von vornherein die Teilnahme an allen gesellschaftlichen Aktivitäten auf allen Ebenen und in vollem Umfang zu ermöglichen.

 

 

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