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Elmshorner Nachrichten

04. Dezember 2016 | 19:18 Uhr

So macht einkaufen richtig Spaß

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Shopping-SonntagUnter dem Motto „Elmshorn bewegt“ war die City Anlaufpunkt für Tausende Besucher

„Angenehm.“ Jürgen Lüdemann reckt sich. Eine knappe Viertelstunde lang hat Christina Holsten ihn auf einem Stuhl massiert. Jetzt ist er entspannt und macht sich wieder auf den Weg in die volle Elmshorner Fußgängerzone: „Wir bummeln mal“.

Das machten viele Elmshorner und Besucher am Sonntag: Unter dem Motto „Elmshorn bewegt“ fand in der Stadt ein verkaufsoffener Sonntag statt. Schwerpunkt der Aktivitäten war zwischen dem Holstenplatz, der mit gleich drei großen aufblasbaren Anlagen zum Klettern, Hüpfen und Rutschen die große Attraktion für Kinder war, und dem Alten Markt. Dort führten auf der Fläche vor dem CCE gleich vier Tanzschulen und der Tanzclub TTC Tänze vor.

Die Massage gab es gleich neben den Tänzern. Sie sollte Kunden ins Reisebüro locken, das im CCE liegt; dort liefen nicht so viele Leute wie draußen, also hatte Büroleiterin Tanja Pohlmann zwei Masseusen engagiert, die ihre Stühle unter einem Pavillon draußen aufbauten. „Massagen liegen immer mehr im Trend“, sagte sie: „Das kann man auch im Urlaub machen“, zum Beispiel bei einer Kreuzfahrt. Pöhlmanns drei Kolleginnen waren drinnen im Büro „fleißig am Buchen“, für die Büroleiterin ließ sich der verkaufsoffene Sonntag gut an, mit viel Interesse und Zulauf.

„Viele Geschäftsleute sind mit eigenen Aktionen dabei“, das registrierte Stadtmanagerin Manuela Kase mit Freude. Es gab Luftballons fast überall, ein Autohaus hatte Fahrzeuge samt Verkäufern in die Königstraße gestellt, beim Bäcker drehte sich ein Glücksrad, das Modegeschäft lockte mit einem „Deko-Flohmarkt“ in die Herrenabteilung im ersten Stock. Es gab Waffeln am Stiel, ein großer Info-Pavillon warb für „modische Kompressionsstrümpfe“.

Straßenmusiker und ein paar Stände ergänzten dass Angebot: eingelegte Gurken, Plastikschüsseln, Kinderkarrussel, Infostände verschiedener Organisationen. Die Schlange beim Kinderschminken schien nie zu enden. Ruhiger ging es mittags im CCE zu, in der Marktpassage schienen ausgerechnet ein Discounter und ein Frisör am meisten von der Sonntagsöffnung zu profitieren. Keine Mühe brauchte sich der Wirt des Eiscafés mitten in der Königstraße zu geben: Alle Außenplätze waren permanent besetzt.

„Die Leute tun viel mehr im öffentlichen Raum als vor zehn, 20 Jahren“, beobachtete Stadtmanagerin Kase. Besonders freute sie, dass die Elmshorner nicht nur guckten, sondern auch aktiv wurden, als sie zum Tanzen aufgefordert wurden: „Sowas finde ich super“. Ihre erste Beurteilung des Tages: „Es ist gut angelaufen, die Leute sind schon früh unterwegs.“

Uwe Zocholl saß erstmal auf einer Bank in der Fußgängerzone, zwischen den Beinen einen eingerollten Regenschirm. Er wollte nichts kaufen, aber: „meine Frau“. Die guckte nach Bekleidung, ihr Mann ließ inzwischen das City-Blues-Konzert vom Vormittag nachwirken. Kein Kaffee beim Warten? „Treffpunkt ist hier“, gab sich Zocholl unerschütterlich.Elfi Ohlmann und Tochter Isabel aus Kölln-Reisiek saßen schon beim Kaffee danach. Sie waren unterwegs, um ein Geschenk für einen Kindergeburtstag zu kaufen. „Sonst müssen wir arbeiten“, also nutzten sie den Shopping-Sonntag. Aber gezielt: Nach dem Kaffee sollte es nach Hause gehen.


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erstellt am 05.Sep.2016 | 12:30 Uhr

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