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Elmshorner Nachrichten

09. Dezember 2016 | 08:57 Uhr

Hier ist das Ensemble der Star : SHMF-Chor probt in Elmshorn

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der Chor des Schleswig-Holstein Musik Festivals probt in der Nordakademie. Konzerte in Lübeck, Kiel und Lüneburg.

Elmshorn | Nach dem großartigen Erfolg mit Mendelssohns „Elias“ zum Abschluss des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF) 2014 und der „Messa da Requiem“ 2015 gestaltet der Festivalchor in diesem Jahr zwei A-cappella-Konzerte in Lübeck und Lüneburg mit Werken von Reger, Rheinberger und Maler. Außerdem setzt er gemeinsam mit dem NDR Sinfonieorchester unter Sir Roger Norrington beim Abschlusskonzert des SHMF 2016 in Kiel einen glanzvollen Schlusspunkt.

Zur Aufführung kommt die „Schöpfung“ aus der Feder von Joseph Haydn. Zu den Probeorten außer Neumünster, Lübeck und Kiel zählt auch die Nordakademie in Elmshorn, wo sich der aus musikbegeisterten Laien bestehende Festivalchor unter der Leitung des Chordirektors Nicolas Fink drei Tage auf die bevorstehenden Musikveranstaltungen vorbereitete. Dabei waren 140 Sängerinnen und Sänger in die Proben für die beiden A-cappella Konzerte eingebunden.

„Nachdem sich die Mitwirkenden zu Hause gründlich vorbereitet haben, steht hier die klangliche und musikalische Arbeit im Vordergrund“, berichtete Fink. Die Frage, ob die Arbeit mit Laien schwieriger sei als mit Profis, die Gesang studiert hätten, verneinte er. Die Probleme seien in etwa gleich, Unterschiede gebe es beim Tempo. Die Bedingungen im Audimax der Nordakademie bezeichnete er als „ausgezeichnet“. Es sei hell und freundlich und verfüge zudem über eine hervorragende Akustik.

Chordirektor Nicolas Fink zeigte sich angetan vom Audimax, das über eine ausgezeichnete Akustik verfügt.
Chordirektor Nicolas Fink zeigte sich angetan vom Audimax, das über eine ausgezeichnete Akustik verfügt. Foto: Schilling

Hintergrund für die Entscheidung, in Elmshorn zu proben, war, dass das Quartier in Neumünster nicht zur Verfügung stand. Eine diesbezügliche Anfrage bei der Elmshorner Hochschule der Wirtschaft bei Professor Georg Plate fand offene Ohren. Der Chor selbst ist altersmäßig gut durchmischt. Die meisten Mitglieder, etwa 98 Prozent, kommen aus Schleswig-Holstein, einige auch aus der Schweiz und aus dem Westen der Republik. Eine Vergütung für ihre Mitwirkung erhalten sie nicht, würden aber gut verpflegt, wie Fink versicherte. Ein offizielles Besuchs- oder Rahmenprogramm gab es für die stark geforderten Sängerinnen und Sänger nicht. Doch nutzten viele die Pausen dazu, sich ein wenig im näheren oder weiteren Umfeld der Nordakademie umzusehen und ein Stückchen von der Stadt kennenzulernen.

Seit drei Jahren gehört Reinhold Herschel (32) dem Festivalchor an. Er ist beim Fraunhofer-Institut in Bonn beschäftigt und war aus der Messestadt Hannover angereist. Einschlägige Chorerfahrungen sammelte er in der Hansestadt Hamburg, wo er eine Zeit lang lebte. Dort hörte er auch davon, dass der Festivalchor Mitstreiter sucht – und bewarb sich online. Er bestand das obligatorische Vorsingen und trägt seitdem sein Scherflein zum Erfolg der Sängergemeinschaft bei.

Seit drei Jahren gehört Reinhold Herschel dem Chor des Musik Festivals an.
Seit drei Jahren gehört Reinhold Herschel dem Chor des Musik Festivals an. Foto: Schilling

„Es ist aber nicht so, dass man sich dieses Platzes sicher sein kann“, erläuterte Herschel. Alle zwei Jahre müsse man wieder vorsingen, wobei sich entscheide, ob man dabei bleiben dürfe. Da es keinen finanziellen Anreiz gibt, fragt sich ein Außenstehender natürlich, weshalb jemand in dem Chor mitwirkt: Worin liegt der Reiz? „Es sind die hohen Ansprüche, die an einen gestellt werden und die mitreißende Begeisterung bei der Einstudierung durch Fink“, erklärte Herschel. „Der Höhepunkt ist natürlich das atmosphärisch einmalige Abschlusskonzert in Kiel.“

Die beiden A-cappella-Konzerte finden am 20. und 21. August, jeweils um 20 Uhr, im Dom zu Lübeck beziehungsweise in St. Michaelis in Lüneburg statt. Auf dem Programm stehen „Drei sechsstimmige Chöre opus 39“ und „Vater unser“ von Max Reger, „Um Mitternacht“ und „Es sungen drei Engel“ von Gustav Mahler (Bearbeitung: Clytus Gottwald) sowie Josef Gabriel Rheinbergers „Drei geistliche Gesänge“. Joseph Haydns „Schöpfung“ kommt am 28. August, 20 Uhr, in der Sparkassenarena Kiel zur Aufführung.

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erstellt am 28.Apr.2016 | 17:15 Uhr

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