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Elmshorner Nachrichten

05. Dezember 2016 | 09:39 Uhr

Mit Video : Serie: Mein Lieblingsplatz

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Ihren Lieblingsplatz in Elmshorn stellt heute Stadtmarketing-Chefin Manuela Kase vor. Sie hat sich den Skulpturengarten ausgesucht.

Elmshorn | „Schönheit“ ist nicht gerade ein Begriff, mit dem Elmshorn im Allgemeinen verbunden wird. Dennoch fühlen sich viele Menschen in der Krückaustadt wohl und die meisten haben mit der Zeit ihre ganz persönlichen Lieblingsorte gefunden – sei es mitten in der Natur oder ganz zentral in der Stadt. Einige Elmshorner haben uns ihre Lieblingsorte verraten. Um diese Plätze und die Geschichten dahinter geht es in der EN-Serie.

Von der Bushaltestelle am Buttermarkt und vom vielbefahrenen Wedenkamp ist der Skulpturengarten nur durch eine Hecke getrennt. Dennoch strahlt die Wiese mit ihren bunten Liegestühlen, den großen alten Bäumen und den locker verteilten Kunstwerken ihre ganz eigene Wohlfühl-Atmosphäre aus. „Das ist wie eine Entspannungsoase mitten in der Stadt“, sagt Manuela Kase. „Das Rauschen des Brunnens im Hintergrund, die Kombination von Kultur und Natur – das macht diesen Ort für mich so faszinierend.“

Der Stadtmarketing-Chefin fiel es nicht schwer, ihren Lieblingsort in der Krückaustadt zu finden: „Das ist einfach die schönste und attraktivste Grünfläche in der Nähe der Innenstadt – vor allem zur Erholung in der Mittagspause.“ Sie selbst nehme sich viel zu selten die Zeit. „Bei mir vermischt sich mein Aufgabengebiet aber oft mit der Freizeit.“ Gleich nachdem sie das Stadtmarketing übernommen hat, habe sie die Fläche als Veranstaltungsort auserkoren. „Bis dahin kannten nur wenige Leute den Garten. Aber mit den Kinoabenden unter freiem Himmel, dem Picknick Open Air, ist er immer bekannter geworden.“ Einen Ort auf diese Weise erlebbar zu machen, sei eine effektivere Alternative dazu, ihn einfach nur in einer Broschüre zu präsentieren.

Auf Entdeckungstour gehen

Für Manuela Kase sind es solche potentiellen Lieblingsplätze, die einen Ort lebenswert und schön machen. „Die schönen Ecken sind in Elmshorn nicht so präsent, wie in den Städten mit historischem Kern“, sagt die gebürtige Ostwestfälin. „Die meisten verbinden die Schönheit einer Stadt mit ihrer städtebaulichen Attraktivität. Aber mir geht es mehr um diese besonderen Orte.“ In Elmshorn müsse man auf Entdeckungstour gehen, dann finde man auch Orte wie den Skulpturengarten oder den neu gestalteten Pott-Carstens-Platz an der Hafenspange.

 

Wasser – sei es im Mühlensteinbrunnen im Skulpturengarten oder in der Krückau an der Hafenspange – macht für Manuela Kase immer einen besonderen Reiz aus. „Eine Stadt an einem Fluss ist immer viel attraktiver.“ Deshalb erhofft sie sich auch viel von den Stadtentwicklungsplänen.

Was die Bekanntheit des Skulpturengartens betrifft, so glaubt Kase, auf einem guten Weg zu sein. „Wir haben schon einiges geleistet, aber es ist ein Prozess. Das sieht man an den Besucherbefragungen beim Picknick-Openair. Immerhin noch 30 Prozent der Besucher kommen für die Vorstellungen zum ersten Mal an diesen Ort. Aber der Anteil wird immer kleiner.“

Die erste Idee

Den Skulpturengarten des Kunstvereins Elmshorn gibt es mittlerweile seit 16 Jahren. Die ursprüngliche Idee hatte der damalige Sparkassendirektor Rudolf Konegen, der Plan, die ehemalige Parkfläche zu einer Grünanlage umzugestalten, kam von der Stadt. Mittlerweile stehen an dieser Stelle zwölf Skulpturen, die die Vielfalt der norddeutschen Bildhauerei dokumentieren und die unterschiedlichen Richtungen und Positionen des 20. und 21. Jahrhunderts aufzeigen sollen. Die Letzte, „Fisch + Mann“ von Anke Bunt, ist im November 2004 dazugekommen.

Das Lieblingswerk von Manuela Kase ist der „Wächter“. Die mächtige Großskulptur aus Chrom-Nickel-Stahl hat der Künstler Walter Arno im Jahr 1990 geschaffen. Es ist das älteste Stück auf dem Gelände und gilt als kulturelles Wahrzeichen Elmshorns in der Innenstadt. Während Manuela Kase die Skulptur betrachtet, versucht sie, ihre Faszination in Worte zu kleiden: „Der Wächter ist einfach total ausdrucksstark und steht für mich symbolisch für die Kunst in diesem gesamten Bereich.“

 

 

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erstellt am 27.Aug.2016 | 08:00 Uhr

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