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Elmshorner Nachrichten

03. Dezember 2016 | 03:35 Uhr

Elmshorn : Schöner die Glocken nie klingen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Initiative Elmshorn will der Stadt zum 875. Geburtstag ein Carillon schenken. Spender und Unterstützer werden noch gesucht.

Elmshorn | 875 Jahre Elmshorn: Ein großes Ereignis. Ein Jahr, in dem groß gefeiert wird – und für die Initiative Elmshorn Anlass für ein passendes Geschenk: das größte Musikinstrument der Stadt. Elmshorn soll ein Carillon bekommen, ein großes Glockenspiel. „Damit will die Initiative Elmshorn einen Beitrag zum Stadtumbau und zum musikalischen Leben in der Stadt leisten“, sagt Dr. Paul Raab, Mitglied des Vorstandes der Initiative Elmshorn. „Wir sind der Meinung, dass ein Carillon hervorragend in die Musikstadt Elmshorn passt“, betont Raab.

Elmshorns Bürgermeister ist von diesem Vorstoß schlichtweg begeistert: „Das ist ein geniales Geschenk, einmalig und nachhaltig“, sagte Volker Hatje. Elmshorn bekomme ein attraktives Alleinstellungmerkmal. „Es gibt Menschen, die durch ganz Europa reisen, um auf diesen Musikinstrumenten spielen zu können“, sagt Hatje und verweist auf die Bedeutung dieses Geschenkes.

Markthalle kommt in Frage

Einen Standort haben sich die Macher hinter der Aktion „Ein Carillon für Elmshorn“ auch schon ausgeguckt – ein Gebäude am neu gestalteten Buttermarkt. „Der Buttermarkt wird die neue Mitte der Innenstadt werden. Es liegt für die Initiative Elmshorn nahe, diesen zentralen Ort durch das Carillon noch weiter aufzuwerten“, erklärt Raab. Welches Gebäude sich dafür eignet, werde derzeit noch diskutiert. Laut Hatje komme die Markthalle in Frage: „Das ist ein historisches Gebäude in unserer Stadt. Erste Gespräche mit den Fraktionschefs seien sehr positiv verlaufen.

Ein Carillon für Elmshorn: Ein ambitioniertes Vorhaben. In Schleswig-Holstein gibt es laut Initiative Elmshorn bisher nur im Alten Kloster zu Kiel ein konzertfähiges Carillon. Die monatlichen Carillonkonzerte und die zusätzlichen Konzerte im Sommer ziehen seit über 25 Jahren Fans in die Landeshauptstadt. Das zweite Instrument dieser Art im Land zwischen den Meeren soll „in unserer zentralen Stadt an der Unterelbe einen Platz findem“, sagt Raab.

Es dauert noch sechs bis acht Jahre

Die Fertigstellung des Carillons hängt vom Fortschritt des Stadtumbaus ab. Die Initiative rechnet damit, dass das Instrument in etwa sechs bis sieben Jahren die Besucher der Elmshorner Innenstadt erfreuen wird. Die Kosten für das Glockenspiel liegen im sechsstelligen Bereich. Sie sollen durch Spenden aufgebracht werden. Raab ist überzeugt, dass das Geld zusammenkommen wird: „In Kiel haben Einwohner Patenschaften für die dort vorhandenen 50 Glocken übernommen – am Ende gab es mehr Bewerbungen, als Glocken verfügbar waren.“ Die Spender könnten sich auf Wunsch durch eine Gravur auf der Glocke verewigen lassen. Raab: „So bleibt ein Geschenk für die Stadt und die Bürger auch weit in der Zukunft noch sicht- und hörbar.“ In Kürze wird ein Förderverein gegründet, der das Projekt organisatorisch auf den Weg bringen soll.

Wichtig für die Initiative Elmshorn ist es, Menschen für das Carillon zu interessieren. So wäre es zum Beispiel möglich, Musikschüler Lieder einspielen zu lassen, die dann vom Carillon elektronisch zu den festen Zeiten abgespielt würden. Es soll zudem eine „Change-Ringing-Mechanik“ nach englischem Vorbild eingebaut werden, so dass bis zu acht Glöckner je eine Glocke von Hand nach bestimmten Mustern, „methods“ genannt, läuten können.

Wer Interesse hat, das Glocken-Projekt in Elmshorn zu unterstützen, kann sich bei der Initiative Elmshorn melden.>

www.initiative-elmshorn.de





 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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erstellt am 30.Aug.2016 | 08:00 Uhr

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