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Elmshorner Nachrichten

30. Mai 2016 | 04:58 Uhr

Öznarin stellt Vertrauensfrage

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

EWB-Präsident mit Reaktion auf Kritik aus dem vergangenen Jahr

Die Mitgliederversammlung des Einwandererbundes Elmshorn begann mit einem Paukenschlag. Präsident Hayri Öznarin (Foto) stellte sein Amt zur Verfügung. „Herr Öznarin hatte einen Antrag auf Vertrauen gestellt“, so die EWB-Pressesprecherin Aynura Sahmardanova.

Hintergrund: Diverse Presse-Artikel im vergangenen Jahr, in denen verschiedene Akteure aus anderen Organisationen Öznarin kritisiert hatten, hätten diesem schwer zugesetzt. Laut Sahmardanova habe sich der Präsident durch die Kritik an seiner Person beleidigt gefühlt. Zudem sei er durch die damit verbundene Belastung gesundheitlich angeschlagen gewesen.

Die Mitglieder sprachen Öznarin daraufhin in einer gesonderten Abstimmung einstimmig ihr Vertrauen aus. Mehr als 30 Mitglieder waren zur Versammlung des Einwandererbundes gekommen. Auch alle weiteren Beschlüsse wurden von ihnen während der Sitzung einstimmig gefasst.

Unter der Leitung von Nicolai Overbeck, Helmut Dürnberg, Hans-Ewald Mertens und Neslihan Öznarin wurden im Anschluss der Beschlüsse der Tätigkeitsbericht und der Kassenbericht vorgelegt.

Nach der beantworteten Vertrauensfrage legte der Vorstand eine komplett überarbeitete Satzung vor. Die Satzung aus dem Jahr 1995 wurde bereits mehrfach geändert. Nun sollte sie grundlegend renoviert an die aktuelle Tätigkeit des Einwandererbundes angepasst werden. Grundsätzliche Änderungen enthielt der Entwurf nicht, auch die neue Satzung wurde einstimmig verabschiedet.

Öznarin war im vergangenen Jahr öffentlich in die Kritik geraten. Der EWB-Präsident hatte bemängelt, dass in der Krückaustadt auch andere Vereine mit Fördermitteln der Stadt bedacht wurden, um Integrationsarbeit zu leisten. Ein Vorwurf gegenüber Öznarin war zudem, dass er Ideen zur Integrationsarbeit anderer Vereine umgesetzt habe und auf die Fahne des EWB geschrieben habe.


Ehrungen für Engagement


Die Mitglieder und Ehrengäste wie der Bundestagsabgeordnete Ernst-Dieter Rossmann (SPD) erlebten während der Versammlung einige Ehrungen: Reinhard Pohl, Maria Heine, Helmut Heine und Barbara Marn wurden für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Im Anschluss lud der Frauenrat des Einwandererbundes die gesamte Versammlung zu traditionellen Gerichten ein.

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