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Elmshorner Nachrichten

10. Dezember 2016 | 08:00 Uhr

„The Pies“ : Newcomerband aus Elmshorn setzt auf kritische eigene Texte

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der Musikernachwuchs tritt am 30 Juli im „Logo“.

Elmshorn | Kuchen, selbstgeschmierte Brötchen und Süßes aus der Backstube. Das sind die alltäglichen Probebedingungen von „The Pies“, der Elmshorner Newcomerband, seit 2015 bestehend aus Martin Guttenberg (Bass), René Rohwer (Gitarre), Ike Czygan (Gitarre), Nick Franke (Schlagzeug) und Marie Eisenblätter (Gesang), deren Proberaum direkt über einer Backstube im Herzen Elmshorns liegt.

Kein Wunder also, dass ihr Bandname auf die köstlichen amerikanischen Teigwaren anspielt. Aber nicht nur die süßen „american pies“ spielen eine Rolle im Leben der jungen Elmshorner, auch ihre Musik ist von amerikanischen Einflüssen geprägt. Ihr selbstgeschriebener Song „Slim Pickens“ handelt von einem Kriegsveteranen der US Army, der durch gesundheitlich schwere Zeiten gegangen ist und am Ende seines Lebens den Folgen eines Herzinfarktes unterliegt. Die fünf jungen Musiker setzen sich dabei kritisch mit den amerikanischen Kriegshelden auseinander, aber auch mit Krieg an sich.

Diese sozialkritischen Töne, die in der heutigen Zeit eine große Rolle spielen und dabei vor allem auch die junge Generation beschäftigen, verarbeiten die Band in ihrer Musik, die vor allem von Punkelementen geprägt ist, aber auch Pop- und Rockelemente aufgreift.

Alternative Pop-Punk

Ihren Stil beschreiben sie dabei selbst als Alternative Pop-Punk. Wichtig ist ihnen aber vor allem die gute Mischung und dass ihre Musik extrem tanzbar ist. Die Songs ihres Repertoires sind alle selbst geschrieben, von allen zusammen. Manchmal schreibt ein Bandmitglied zuerst den Text, dann kommen die anderen dazu und peu à peu wird dann die Musik hinzugefügt. Mal schreibt jemand ein fetziges Gitarrensolo, dann ein anderer wieder die harmonische Substanz, ein anderer komponiert die Melodie, mal geplant, manchmal aber auch ganz spontan auf dem Balkon. Am Ende steht immer ein fertiger Song, zu dem jeder etwas Eigenes hinzugefügt hat. Die Songs handeln, neben sozialkritischen Themen, aber auch von anderen Sujets, die vor allem die junge Generation betreffen. Von Liebe, zwischenmenschlichen Beziehungen, aber auch von Zukunftsperspektiven- und plänen oder von Ängsten. So wie zum Beispiel in „Bonnie&Clyde“, einem Song, der von Freiheit und Befreiung spricht und viele unterschiedliche Musikstile beinhaltet.

Musik um der Musik Willen

Die Motivation hinter ihrer Musik scheint bei allen eindeutig zu sein: „Wir machen Musik um der Musik Willen, wir wollen andere Menschen erreichen, mit der Musik, mit ihrer Botschaft.“ Gerade in Bezug auf das große Geldverdienen, sind die jungen Musiker erfrischend bodenständig: „Das ist einfach unrealistisch. Wir wollen mit unseren Freunden, in unserer Gruppe Musik machen, Spaß haben, gute Songs schreiben“, erläutern die Bandmitglieder einstimmig. Dass das kein einfach dahin gesagter Satz ist, merkt man an den Konzerten und Auftritten, die die Band spielt. Sie spielen auf vielen Benefizkonzerten, in Jugendzentren, bei Konzerten deren Erlös an wohltätige Organisationen geht, aber auch bei großen Veranstaltungen wie der Kieler Woche.

Für „The Pies“ ist aus diesem Grund auch das regionale Kulturleben sehr wichtig. „Es ist doch schön, wenn man in ein verstaubtes Jugendzentrum mal wieder ein bisschen Musik und gute Stimmung bringen kann.“ Viele ihrer Konzerte organisiert die Band selbst, natürlich bringen sie dann immer selbstgeschmierte Brötchen und vielleicht auch den ein oder anderen „american pie“ mit.

„The Pies“ sind am 30. Juli ab 20 Uhr im Logo (Grindelallee, Hamburg) zu hören. www.facebook.com/ThePiesOfficial und Instagram: @ThePiesOfficial
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erstellt am 29.Jul.2016 | 15:15 Uhr

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