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Elmshorner Nachrichten

10. Dezember 2016 | 23:27 Uhr

Elmshorn : Mobil mit dem Rollator

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Fuf einer Info-Veranstaltung in der Innestadt erhielten ältere Menschen Tipps im Umgang mit der Gehhilfe.

Elmshorn | Mobil sein – und es bleiben: Für viele Senioren ist dieser Wunsch vor allem durch ein besonderes Hilfsmittel möglich: „Seit ein paar Jahren sieht man ältere Menschen immer öfter mit Rollatoren. Aber oft sind die Menschen nicht besonders gut vorbereitet“, erklärt Günter Allertseder, Vorsitzender des Elmshorner Seniorenrates. Zum dritten Mal veranstaltete der Seniorenrat deshalb einen Rollatortag, bei dem Rollatornutzer wichtige Informationen zu ihren Gehhilfen bekommen, ihnen aber auch Handkniffe und Tipps zum Umgang gezeigt werden.

„Viele machen etwa den Fehler, dass sie eine Stufe vorwärts hinuntergehen wollen. Dabei ist es rückwärts viel leichter“, erklärt Martin Tiede, der zusammen mit seinem Kollegen Andreas Neuendorf vom Flora-Gesundheitszentrum einen kleinen Parcours aufgebaut hat. Hier können die Rollatornutzer üben, wie sie unterschiedliche Bodenbeläge, Stufen und Hindernisse am sichersten überwinden können. „Das gibt den Leuten mehr Sicherheit“, erklärt Neuendorf. Auch einen technischen Check-Up bieten die beiden an. Einer der wichtigsten Maßnahmen hier: das Nachstellen der Bremsen.

Neben Stufen und unebenen Straßen stellt auch der Busverkehr einen großen Unsicherheitsfaktor für Menchen, die auf eine Gehhilfe angewiesen sind, dar. Darum ist auch diesmal ein Vertreter des Nahverkehrsunternehmens „Die Linie“ beim Rollatortag vertreten. Sascha Walter hat einen Bus mitgebracht und zeigt das richtige Ein- und Aussteigen. Viel wichtiger scheint an dieser Station aber das Gespräch zu sein. „Viele sind unsicher. Sie wollen anderen nicht zur Last fallen oder den Busverkehr stören, weil sie mehr Zeit brauchen“, erklärt Walter.

Ältere Menschen würden sich deswegen oft nicht trauen, den Bus zu nehmen. Auch das Gebot, vorne einzusteigen, führt bei einigen zu Unsicherheiten. Mit dem Rollator geht das nämlich gar nicht. Aber wie soll man dann eine Fahrkarte lösen? Walter empfiehlt, hinten einzusteigen und im Bus einen anderen Fahrgast zu bitten, beim Fahrer ein Ticket für sich lösen zu lassen. Überhaupt sollten Menschen, die Hilfe brauchen, diese viel öfter von ihren Mitmenschen einfordern. „Da muss man über seinen Schatten springen. Aber die meisten werden helfen“, sagt Walter. Auch die Fahrer seien angewiesen zu helfen. So können diese eine Rampe runterklappen, wenn die Stufe zwischen Bus und Bürgersteig zum Problem wird. „Aber was, wenn der schon losfährt, und ich sitze noch nicht?“, will eine Frau von Walter wissen. „Rufen Sie! Machen Sie sich bemerkbar! Diese Zeit nehmen wir uns.“

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erstellt am 09.Jul.2016 | 15:00 Uhr

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