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Elmshorner Nachrichten

28. März 2017 | 00:31 Uhr

Mehr als nur Integrationskurse

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Mitgliederversammlung Der Einwandererbund wählte Harun Öznarin einstimmig zum Präsidenten / Mehrere Mitarbeiter geehrt

Die 23. Mitgliederversammlung des Einwandererbundes (EWB) - Integrations- und Beratungszentrum in der Elmshorner Feldstraße, stand im Zeichen der turnusmäßig anstehenden Wahlen. Überraschungen blieben dabei aus. So votierte die Versammlung erwartungsgemäß einstimmig für die Wiederwahl von Harun Öznarin als Präsidenten und ebenso für den vorgeschlagenen Vorstand. Weitere wichtige Tagesordnungspunkte waren der Rückblick des Präsidenten auf die vergangenen zwei Jahre und der Rechenschaftsbericht 2016, den Udo Radloff und Nazan Malkoc vortrugen. Im Rahmen der Veranstaltung fanden zudem eine Reihe von Ehrungen statt.

Der Einwandererbund hat derzeit 34 haupt- und 66 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die 21 verschiedenen Nationalitäten angehören. Mit seinen Außenstellen in Elmshorn, Uetersen, Tornesch, Pinneberg und Itzehoe gelingt es ihm, jährlich mehrere tausend Menschen anzusprechen. Die Aufgaben und Angebote des EWB sind vielfältig. So ist er Anlaufstelle für Migranten und Einheimische, für Integrations- und Migrationsarbeit sowie für fast alle Belange von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Kreis Pinneberg und überregional. „Insgesamt bietet der EWB 21 Projekte an“, so Öznarin. Zu den Angeboten, die in den vergangenen zwei Jahren hinzugekommen sind, zählen unter anderem „Die Lernstatt“ sowie „Hand in Hand“ und „Noch viel mehr vor“ - beide auf das Jahr 2016 begrenzt. Ebenso niederschwellige Frauenkurse, Erweiterung der Integrationssprachkurse, Eröffnung eines arabischen Kultur- und Sprachunterrichts und „Interkulturelle Kompetenz“. Dieses Projekt ist durch die „Aktion Mensch“ bereits achtmal gefördert worden.

„Ein besonders wichtiges Angebot ist die Migrationssozialberatung Schleswig-Holstein mit 1,5 Stellen“, erklärt der Präsident. „Wir arbeiten in vier Orten, doch eine Erhöhung hat das Land nicht bewilligt.“ Die Migrationssozialberatung erfolgt nach den Richtlinien und dem Rahmenkonzept des Ministeriums für Justiz, Gleichstellung und Integration des Landes Schleswig-Holstein. Dabei tritt der EWB als Vermittler zwischen den Ratsuchenden und den Diensten der sozialen Versorgung auf.

Traditionell wurde auf der Veranstaltung auch der „Mitarbeiter des Jahres“ geehrt. Das ist diesmal Karsten Noster, Dozent im Integrationsbereich, und bei den Ehrenamtlern Vizepräsident Reinhard Pohl. Helmut Dürnberg (Dozent im Integrationsbereich), und Michael Handschuch (Sprachförderung und Nachhilfe) erhielten als die am längsten tätigen Mitarbeiter des EWB eine Urkunde.

Zu Gast waren auf der Veranstaltung auch einige Vertreter aus der Politik. Dazu gehörte der SPD-Bundestagsabgeordnete und zugleich Vereinsmitglied Ernst Dieter Rossmann. In seinem Grußwort bezeichnete er den Verein als „unverzichtbar für die Stadt Elmshorn und darüber hinaus.“ Er sprach sich dafür aus, über einen möglichen Ausbau des Integrationsangebots nachzudenken und für ein ehrliches Einwanderungs- beziehungsweise Zuwanderungsgesetz zu werben.






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