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Elmshorner Nachrichten

09. Dezember 2016 | 06:51 Uhr

Wenn das Läuferherz höher schlägt : Mehr als 2400 Läuferinnen und Läufer waren beim 16. Stadtlauf in Elmshorn dabei

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Streckenrekorde bekommen die zahlreichen Zuschauer nicht zu sehen, dafür zeigen sich Läuferinnen und Läufer angetan vom neuen Streckenverlauf durch die Elmshorner Innenstadt.

Elmshorn | Jörg Rohlfing legte seine Stirn in Falten: „Eigentlich ist es unmöglich, aber mir kam die Strecke länger vor als in der Vergangenheit. Vielleicht werde ich aber auch einfach nur älter“, schmunzelte Rohlfing nach seinem dritten Platz über die Zehn-Kilometer-Distanz beim 16. Elmshorner Stadtlauf.

Der neue Streckenverlauf war das beherrschende Thema unter den teilnehmenden Athleten. „Die Bedingungen waren optimal, es hat riesig Spaß gemacht“, äußerte sich Tarje Mohrdieck (16, SC Itzehoe), Sieger über die fünf Kilometer der Herren, ebenso positiv über die neue Strecke wie seine Vereinskollegin Paulina Kayßer (16). „Es war Abwechslung drin, der Untergrund sehr  gut. Ein rundum toller Kurs“, so Kayßer, der nach Platz zwei im vergangenen Jahr nun der ganz große Wurf über die Fünf-Kilometer-Distanz gelang. In einer Zeit von 17:27 Minuten blieb Kayßer jedoch deutlich hinter der Streckenbestzeit von Vereinskollegin Anna Gehring aus dem Vorjahr (16:48), die ihrerseits aufgrund einer Grippe zum Zuschauen verdammt war.

Sowohl Mohrdieck als auch Kayßer sollten sich im Laufe des Rennens vom Feld lösen können und unter frenetischem Jubel der Zuschauer die Ziellinie überqueren. „Ich habe meine Zeit im Vergleich zum Vorjahr deutlich unterboten“, stellte Mohrdieck fest, der ebenso wie Kayßer –  beide waren im vergangenen Jahr erstmals am Start –  eine persönliche Bestzeit beim hiesigen Stadtlauf aufstellte. 

Weitaus weniger zufrieden mit seiner Zeit war indes  Mahmoud Alrashedi (Hamburger SV). Der gebürtige Iraker schüttelte   nach dem Zieleinlauf kurz den Kopf. Der Drittplatzierte von 2015 war langsamer als im Vorjahr, aufgrund einiger namhafter Absagen dennoch das Maß der Dinge  über die lange Distanz (zehn Kilometer). „Ich habe nicht zu meinem Rhythmus gefunden, die Zeit hätte besser sein können“, so der  ehemalige Läufer der LG Wedel-Pinneberg selbstkritisch. Alrashedi war bereits nach vier  Kilometern den Verfolgern aus dem Sichtfeld entwischt und lief am Ende in 34:05 Minuten souverän zum Start-Ziel-Sieg.

Über drei Minuten später, dafür mit einem Lächeln im Gesicht,  überquerte Mattes Paul Blume die Ziellinie. Der Haseldorfer hatte sich vor drei Wochen eine Knöchelverletzung zugezogen und bis kurz vorm Start um die Teilnahme gezittert. „Ich habe auf die Zähne gebissen. Mein Knöchel hat sich gegen Ende bemerkbar gemacht. Angesichts dieser Umstände bin ich zufrieden“, so Mattes Paul, der von der neuen Strecke ebenfalls angetan war. „Es waren mehrere Kurven und Anstiege zu bewältigen. Ein guter Kurs“, so der Zweitplatzierte, dessen Bruder Nils auf dem vierten Rang landete.

Während die Blume-Brüder bereits trockene Klamotten überzogen, sprintete Sandra Jaekel (Turnerbund Hamburg Eilbeck) ins Ziel und sicherte sich  ihrerseits ebenfalls souverän den Triumph in der Frauen-Konkurrenz. 

Neben den Spitzenathleten nahmen über 2400 Breitensportler an dem Spektakel teil, eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr (2300). Dementsprechend zufrieden war das Organisationsteam um Olaf Seiler und Anke-Suzan Behrmann. „Es war eine tolle Veranstaltung. Die Resonanz ist  sehr positiv“, freute sich Organisationschef Seiler, der ebenfalls die Laufschuhe schnürte und sich  einen Eindruck von der neuen Strecke machte. „Ich kann mich den Aussagen der anderen Läuferinnen und Läufer nur anschließen. Es war ein super Lauf“, so Seiler.

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erstellt am 10.Okt.2016 | 15:30 Uhr

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