zur Navigation springen

Elmshorner Nachrichten

03. Dezember 2016 | 12:44 Uhr

Lidl: Stadt will kleine Märkte schützen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Eiskeller Amtsleiterin erklärt, warum die Stadt gegen die Discounter-Erweiterung ist

Der Lidl-Markt am Eiskeller wird im Oktober schließen, weil die Stadt einer Erweiterung nicht zustimmt – das steht seit vergangener Woche fest (wir berichteten). Bereits im vergangenen Herbst hatten rund 3100 Bürger für den Erhalt des Discounters ihre Unterschrift geleistet. Jetzt regt sich in den sozialen Netzwerken erneut der Widerstand gegen die Stadt. Die Hauptkritikpunkte: Elmshorn verliere einen wichtigen Nahversorgungs-Standort und besonders älteren Menschen werde die Versorgung mit Lebensmitteln enorm erschwert.

Silke Faber, zuständige Leiterin des Amtes für Stadtentwicklung, kann die Sorgen nachvollziehen. „Aber eigentlich verfolgt die Stadtverwaltung dasselbe Ziel wie die Mitglieder der Bürgerinitiative. Nur beim Weg dorthin sind wir uns nicht einig.“ Im Klartext bedeutet das: Wenn sich Stadtverwaltung und Politik gegen eine Erweitung des Lidl-Marktes von 800 auf rund 1500 Quadratmeter aussprechen, dann geht es ihnen dabei in erster Linie um den Schutz der vorhandenen Nahversorger in Elmshorn. Schließlich hatte der Nahversorgungs-Gutachter Andreas Gustafsson im Juni ganz klar gemacht, dass eine Erweiterung den Edeka-Markt an der Meteor-Straße in seiner Existenz bedrohen würde.

„Wenn wir das weiterdenken, sieht das Horrorszenario so aus, dass es irgendwann nur noch einige wenige Großmärkte gibt“, erläutert Faber. „Das wäre wie beim Verschwinden der Tante-Emma-Läden – wir wären nicht in der Lage, den 700-Meter-Radius, in dem die Nahversorgung sichergestellt ist, aufrecht zu erhalten.“ Das bedeutet aber nicht, dass die Stadt nicht für Veränderungen offen wäre. Mehr dazu steht auf Seite 3

zur Startseite

von
erstellt am 14.Sep.2016 | 08:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen