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Elmshorner Nachrichten

30. September 2014 | 12:21 Uhr

Letzter Strafzettel? Rossmann: "Ich habe bewusst falsch geparkt"

vom

Elmshorn/Berlin | Seit 14 Jahren vertritt er den Kreis Pinneberg im Deutschen Bundestag: Der Elmshorner Diplompsychologe Dr. Ernst Dieter Rossmann (SPD). In unserer Serie "Auf einen Kaffee mit..." spricht der 61-Jährige über sein Leben als Berufspolitiker - obwohl er ursprünglich einmal Förster werden wollte - seine Ideen für eine bessere Gesellschaft und den Alltag abseits der Bundeshauptstadt.

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Wenn ich an die Euro-Krise denke…

…komme ich ins Grübeln, ob ich wirklich alle Zusammenhänge verstehe, die ich verstehen müsste.

Beim Wort Betreuungsgeld fällt mir ein, dass…

...dieses eine schreckliche Idee ist, die die CSU über das ganze Land verbreitet hat.

Ende 2013 heißt der Bundeskanzler bzw. die Bundeskanzlerin…

...mit Hauptnamen SPD und mit Vornamen Sigmar, Frank-Walter oder Peer.

Im Bundestag zu sitzen ist manches Mal…

…sehr anregend, aber auch nicht immer vergnügungs steuerpflichtig, weil es zum Teil sehr langweilige Diskussionen gibt.

In die Politik bin ich gegangen, weil…

…ich von zuhause mitbekommen habe, dass jeder für mehr als nur sich selbst lebt und Verantwortung fürs Ganze übernehmen sollte.

Wenn Berufspolitikern vorgeworfen wird, sie würden in ihrer eigenen Welt leben, dann antworte ich…

…dass wir in unserer Bürgerarbeit mehr "Welten" kennen lernen und bearbeiten als viele andere Menschen.

Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann…

…kann ich - frei nach Heine - ganz gut schlafen.

Mein Engagement für die Volkshochschulen ist…

…von meiner Familie hergeleitet. Ich gebe zurück, was mir selbst viel gebracht hat. Es ist eine reine Freude mit vielen Kollegen zusammen für gute Bildung für alle zu arbeiten.

Wenn ich daran denke, dass in Deutschland immer mehr Menschen nicht lesen und schreiben können, dann…

…möchte ich dies ändern. Mit Aufklärung, mit Bildungspolitik und mit Förderung. 7,5 Millionen betroffene Menschen sind einfach zu viele. Zur Teilhabe in der Gesellschaft gehört es, lesen und schreiben zu können.

Für den Kreis Pinneberg wünsche ich mir…

…eine gute wirtschaftliche Entwicklung, Top-Bildungseinrichtungen und eine Bewahrung der Natur, damit auch Kinder und Kindeskinder davon noch etwas haben.

Am Kreis Pinneberg stört mich, dass…

…wir manchmal zu viel Verstädterung und Verkehr haben, die unsere Lebensqualität einschränken.

Mit dem Fahrrad unterwegs zu sein ist für mich…

… eine hohe Lust.

Die SPD ist für mich…

…Heimat, die mir viel gegeben hat und der ich viel zurückgeben will. Wir werden im nächsten Jahr 150 Jahre alt und sind noch immer jung und voller Elan.

Parteipolitisches Denken ist für mich…

… wichtig, aber nicht alles.

Mein Lebensmotto ist…

…tue Gutes und lass dich von anderen Menschen anregen, aber bleibe dabei ein eigener Kopf.

Meine Familie ist für mich…

…ein ganz wichtiger Rückhalt.

Mein größter Fehler ist, dass… …ich zu viele kleine Fehler habe.

Kritik ist für mich…

…Ansporn.

Vögel zu beobachten ist…

…für mich die Möglichkeit, kindliche Entspannung ins Erwachsenenalter weiter zu tragen.

Die größte Herausforderung meines Lebens war…

…etwas sehr Persönliches. Mein Vater starb, als ich neun Jahre alt war.

Mein Lieblingsort im Kreis Pinneberg ist…

…die Elbe am Sperrwerk bei Seestermühe.

Meinen letzten Strafzettel habe ich kassiert für…

…bewusst falsches Parken, um den Zug noch zu bekommen.

Ich habe das letzte Mal gelogen, als…

Privat bleibt privat.

Richtig abschalten kann ich bei…

…zum Glück vielen Möglichkeiten. Zum Beispiel beim Lesen eines dicken Buches oder beim Radfahren in der Natur.

Begeistern kann ich mich für…

…mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft und auch für private Dinge.

Wütend macht mich…

…zu viel Ungerechtigkeit in der Welt, die ungleiche Verteilung von Lebens- und Bildungschancen, der krasse Gegensatz von Armut und Reichtum und ökologische Kurzsichtigkeit.

Wenn ich einen Tag lang . . . sein könnte, dann…

…als junger Mensch einiges anders gemacht haben, als Bundeskanzler für die Bildung mehr Geld bereitstellen oder als Pastor Menschen Trost spenden.

Als Kind wollte ich gern…

…erst Förster werden, dann Wissenschaftler und am Ende Lehrer, was wirklich nicht das Schlechteste ist.

Eine lokale Tageszeitung zu lesen ist für mich…

…gute ständige Wegbegleitung in der Region und eine Freude, wenn sie interessant gemacht ist.

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von
erstellt am 06.Jul.2012 | 03:59 Uhr

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