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Elmshorner Nachrichten

08. Dezember 2016 | 05:03 Uhr

Sie sind wieder da : Krähenplage in Elmshorn

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Plage an der Bismarckschule. Rosteck: „Es ist nicht der Lärm, sondern der Schmutz, der uns stört“.

Elmshorn | Schule sind Orte zum Lernen. An der Bismarckschule lernen zum Bedauern des Schulleiters aber offensichtlich nicht nur junge Menschen: „Die Vögel, die in diesen Nestern geboren werden, stören sich wahrscheinlich überhaupt nicht mehr daran“, sagt Peter Rosteck und zeigt auf die Krähennester in den Bäumen auf dem Schulhof.

Vergangenes Jahr wurde über dem Haupteingang der Schule eine erste akustische Vergrämungsanlage gegen Krähen installiert. Eine weitere Maßnahme im jahrelangen Kampf der Stadt gegen die Tiere in unregelmäßigen Abständen werden hier Aufnahmen von Panikschreien der Vögel abgespielt, die für die Tiere Gefahr simulieren sollen.

„Langfristig soll eine Situation geschaffen werden, die das Brüten in dem Bereich unattraktiv macht“, erklärt Jörg Schmidt-Hilger vom Amt für Stadtentwicklung. Zunächst habe das auch gut geklappt, sagt Schulleiter Rosteck: „Im ersten Jahr hatten wir hier deutlich weniger Vögel.“ Nun sind die Vögel wieder da. Zwar seien es bislang weniger als vor dem Aufbauen der Anlage, aber etwa 15 Nester habe der Schulleiter schon wieder gezählt. „Als wir die Anlage zum ersten Mal angestellt haben, sind die Vögel aufgeschreckt aus ihren Nestern geflogen. Aber jetzt rührt sich gar nichts mehr“, sagt Rosteck. Er vermutet daher, dass die Tiere mit der Zeit gelernt haben, dass trotz der Rufe keine Gefahr droht.

„Es ist nicht der Lärm, sondern der Schmutz, der uns stört“, sagt Rosteck und erzählt, dass von dem Vogelkot der Boden rutschig werde, habe es ein paar Tage nicht geregnet. Auch seien die Tiere teils agressiv, wenn Jungtiere geboren wurden. „Es gab keine Angriffe, aber wenn ein Schüler mal kurz sein Käsebrot auf die Tischtennisplatte gelegt hat, dann haben die Vögel sich drauf gestürzt“, sagt der Schulleiter.

Zwar beeinträchtige die Anlage mit dem künstlichen Vogelgeschrei den Schulbetrieb nicht mehr als die echten Krähen, bei den Abiturklausuren wird sie aber trotzdem ausgeschaltet. „Uns wurde von der Firma, die die Anlage hergestellt hat, gesagt, dass es im ersten Jahr keine hundertprozentige Erfolgschancen gebe“, sagt Schmidt-Hilger. Im Amt für Stadtentwicklung plädiert man daher für eine langfristige Beobachtung. „Ich muss ja einsehen, dass schon viel unternommen wurde. Aber ich habe auch keine Lösung“, so Rosteck.

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erstellt am 29.Apr.2016 | 14:02 Uhr

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