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Elmshorner Nachrichten

08. Dezember 2016 | 21:13 Uhr

Elmshorner Stadtteilzentrum : Klostersande: Sommerfest der Awo

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Mit 250 Besuchern feierte das neue Stadtteilzentrum Klostersande sein Sommerfest.

Elmshorn | „Wir sind gerade aus Düsseldorf nach Elmshorn gezogen, wir erkunden jetzt die Gegend“, erzählte Cathrin Stein. Ihre Kinder Sophia, 5, und Alexander, 4, fanden die Erkundung offenbar großartig: Mit bunt geschminkten Gesichtern probierten sie die vielen Spielzeuge aus, die im Garten bereit lagen. „Das ist ein tolles Angebot für die Kinder“, urteilte ihre Mutter und half Alexander bei seinen ersten Gehversuchen auf Stelzen.

Ihre Neugier hatte die junge Familie ins neue Stadtteilzentrum der Awo in den Mittelweg gebracht. Dort betreibt der Elmshorner Ortsverein des Wohlfahrtsverbands seit 1981 eine Altentagesstätte, seit zwei Monaten firmiert die nun als Stadtteilzentrum für Klostersande. Damit das möglichst viele Leute erfahren und nutzen, lud die Awo für Sonnabend zum Sommerfest.

250 Besucher

„Der Musikzug war der Renner“, da waren sich die Organisatoren Klaus-Ulrich Sembill, Vorsitzender der Elmshorner Awo, und Michel Gast einig. Gast arbeitet ein Jahr lang auf einer halben Stelle daran, das neue Stadtteilzentrum anzuschieben, finanziert vom Land und Elmshorn. Der Musikzug, von dem die beiden schwärmten, das war die Elmshorner Marching Band „Red Diamonds“, die eine Runde um den Block drehte und alle Nachbarn ans Sommerfest erinnerte.

Auf 250 schätzten Gast und Sembill die Zahl der Besucher und waren damit vollauf zufrieden: „Eigentlich wollten wir es oben geschlossen halten“, berichtete Gast, aber es kamen so viele Leute, dass der Platz zum Kaffeetrinken knapp wurde. Viele Senioren und Familien waren dabei: „Die Musik hat dazu beigetragen, dass das Publikum gemischt war“, befand Michel Gast. Live gab es Blues, Rock aus den 1970er-Jahren und Lieder zum Mitsingen wie den „Hamburger Veermaster“. Außerdem trat der afghanische Zauberer Elias Sahabi auf. Neben den Tischen und Bänken blieb genug Platz für die bunt geschminkten Kinder, die Großgeräte der Spieliothek auszuprobieren.

Viele neue Gesichter

„Die Kinder sind auf ihre Kosten gekommen, die Musik war gut“, resümierte Besucherin Isabel Blohm. Sie pustete Seifenblasen hinüber zu ihrem einjährigen Sohn Linus, der auf dem Arm ihrer Freundin Sandra Kleist saß. Das Seifenblasen-Fläschchen hatte sie beim Schätzspiel gewonnen: 780 Nudeln waren im Glas, 797 hatte sie geschätzt. Auf die Idee, zum Sommerfest zu gehen, hatte ihr Schwiegervater sie gebracht: „Der kommt zum Tanzen her“.

Auch Awo-Chef Sembill hatte mehrere Senioren getroffen, die er vom Tanztee kannte. Aber auch viele neue Gesichter hatte er gesehen und vor allem hatte er Ideen besprochen, wie das neue Stadtteilzentrum mit Leben gefüllt werden kann. Einige Sänger und eine Gruppe, die sich mit der Geschichte des Stadtteils Klostersande beschäftigt, suchten bei ihm Räume: traf sich gut, denn die Awo sucht Initiativen, die ins Zentrum kommen. Schularbeitenhilfe, Sprachkurse und eine Runde, die Deckchen für Säuglinge häkelt, sind schon da.

Gute Resonanz auf neues Stadtteilzentrum

„Selbst der Stadtjugendpfleger war hier und hatte auch schon Ideen“, freute sich Klaus-Ulrich Sembill über die Resonanz seines neuen Stadtteilzentrums. Nachholbedarf sieht er noch bei den Helfern: Rund ein Dutzend Ehrenamtler hatten sich an der Organisation und Durchführung des Sommerfestes beteiligt, alle Kuchen und Salate waren selbst gemacht und gespendet. Eine beeindruckende Leistung, trotzdem: „Viel zu wenige“ waren das für Sembill.

Aber das neue Stadtteilzentrum gibt es erst seit zwei Monaten, da bleibt noch Zeit, um den Kreis der Aktiven zu vergrößern.

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erstellt am 22.Aug.2016 | 16:00 Uhr

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