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Elmshorner Nachrichten

01. September 2014 | 20:33 Uhr

Kleingärtner: Eine Entscheidung fürs Leben

vom

Adolf Thimm ist Elmshorns längster Pächter - seine Parzelle in der Heinrich-Gadow-Anlage hält er seit 52 Jahren

Da hätten wir uns doch fast verpasst" - wer Adolf Thimm auf seiner Parzelle in der Heinrich-Gadow-Anlage besuchen will, muss manchmal ein wenig Geduld mitbringen. Der 79-Jährige arbeitet mit Hingabe auf seiner Parzelle, doch auch seinen Nachbarn hilft er jederzeit - soviel Zeit muss einfach sein.

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%_Einzug EinzugAbsatz="3mm"_%Dabei weiß kaum einer, dass Adolf Thimm nicht nur irgendein Kleingärtner ist. Er selbst war ein wenig überrascht, es zu erfahren: Keiner ist so lange Pächter des Elmshorner Kleingartenvereins, wie er. Als Thimm am

5. Mai 1960 seine Unterschrift leistete - damals war die Geschäftsstelle des Kleingartenvereins noch im Torhaus -, konnte er längst nicht ahnen, dass diese Unterschrift eine Entscheidung fürs Leben sein sollte.

%_Einzug EinzugAbsatz="3mm"_%Die Frage, wieso er sich damals einen Kleingarten genommen habe, beantwortet der Ostpreuße beinahe ein bischen irritiert, aber mit einem herzlichen Lächeln: "Ich bin Bauernjunge. Von klein auf habe ich in der Landwirtschaft gearbeitet", sagt er. Dass er nun einen Kleingarten besitze, sei da doch selbstverständlich. Das klingt durch. Vieles habe er von seinem Vater gelernt, eine landwirtschaftliche Lehre habe er aber nie abgeschlossen. "Wir haben später dann als Knechte gearbeitet", erinnert sich Thimm.

%_Einzug EinzugAbsatz="3mm"_%1946 verließ seine Familie Polen, zog in die DDR. Von dort ging Adolf Thimm schließlich nach Westdeutschland. Seit 1957 ist er Elmshorner, arbeitete als Schrankenwärter, erst zwischen Horst und Eidelstedt, zuletzt in Tornesch. Als die Eisenbahnerwohnungen an der Elmshorner Ansgarstraße gebaut wurden, zog Thimm mit seiner Frau dort ein. Nur gab es dort lediglich einen Balkon, statt eines Gartens.

%_Einzug EinzugAbsatz="3mm"_% Thimm entschied sich, seine Parzelle zu pachten. "Damals war es nur eine Wiese", sagt Thimm, der erste Pächter der Parzelle. Denn mit dem Bau der gesamten Anlage war erst sieben Jahre vor Thimms Beitritt, also 1953, überhaupt begonnen worden.

%_Einzug EinzugAbsatz="3mm"_%"Wir haben damals an Gemüse alles angebaut, was es so gab", sagt Thimm. Kurz nachdem er den Garten übernommen hatte, pflanzte Thimm zwei kleine Bäumchen: Äpfel und Birnen sollte es geben. Heute spenden diese Bäumchen großzügig Schatten - und sie tragen noch immer üppig. "Im letzten Jahr war das viel zu viel, die Früchte konnte ich gar nicht alle gebrauchen", sagt Thimm, in diesem Jahr sehe es eher nach einer mageren Ernte aus. Dafür stehen die Kartoffeln gut, auch die Erbsen wachsen prächtig. Gelernt ist eben gelernt. Und Thimm kümmert sich täglich um seinen Kleingarten. Was auch passieren mag: "So lange ich lebe, werde ich ihn behalten", sagt Elmshorns längster Kleingärtner.

%_Einzug EinzugAbsatz="3mm"_%Dann muss er allerdings auch schon wieder weg, einige Parzellen weiter. "Wir spielen dort montags und freitags immer Skat", sagt Thimm, des Spaßes halber, und das auch schon seit etlichen Jahren.

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von Morten Planer
erstellt am 06.Jul.2012 | 08:14 Uhr

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