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Elmshorner Nachrichten

05. Dezember 2016 | 21:40 Uhr

„Kinder müssen im Fokus stehen“

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Erziehung Bundestagsabgeordneter Ernst Dieter Rossmann informiert sich über die Betreute Grundschule Sparrieshoop

Seit Anfang August ist die Lebenshilfe im Kreis Pinneberg Träger der betreuten Grundschule Sparrieshoop. Darüber hinaus plant die Gemeinde Sparrieshoop den Aufbau eines Lernhuus in der alten Sporthalle. Grund genug für den SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann, sich bei der Schulleiterin der Grundschule Wiepeldorn Christiane Ringlstetter-Franz, Sparrieshoops Bürgermeister Günther Korff (SPD) und den Vertretern der Lebenshilfe Michaela Kittner und Martin Theen-Rathjen über die „Dorfschule der neuen Generation“ zu informieren.

Bei einem Blick hinter die Kulissen erfuhr Rossmann, dass es unter anderem Projekt- und fächerübergreifenden Unterricht gibt, sowie Hörtraining für Kinder mit einer Lese-Rechtschreibschwäche, intensiven Sportunterricht und vieles mehr. Besonders interessierte sich Rossmann für die Weiterentwicklung der Betreuten Grundschule. Bürgermeister Korff erläuterte, dass Schule und Gemeinde über einen professionellen Betreiber für die Betreute Grundschule nachgedacht und sich in einem Auswahlverfahren für die Lebenshilfe entschieden haben.

222 Mädchen und Jungen besuchen die Sparrieshooper Grundschule, 46 die Außenstelle in Lutzhorn. 47 Kinder nehmen an der betreuten Grundschule teil. Kittner berichtete, dass von den 40 Kindern, die im August eingeschult worden sind, bereits 18 außerhalb des Unterrichts betreut werden.

„Der Anteil der Kinder, die betreut werden, wird weiter wachsen“, ist sich die Vertreterin der Lebenshilfe sicher. Sie merkte aber auch kritisch an, dass sich die Gesellschaft verändert. Die Erwartungshaltung der Eltern wachse. „Die Eltern erwarten von der Schule, dass alles, was mit Schule zusammenhängt, in der Schulzeit erledigt wird. Die Eltern möchten dann nur noch die Freizeit mit ihren Kindern verbringen. Diese Entwicklung sehe ich kritisch“, so Kittner.


Schule ist kein Komplettangebot


Das griff Rossmann auf und sagte: „Schule kann kein Komplettangebot sein. Kinder sind schließlich keine Computer, die nur gewartet werden müssen. Die Kinder müssen im Focus stehen.“ Diskutiert wurde auch die Betreuung von Kindern, die während des Unterrichts eine Schulbegleitung haben. Diese Begleitung endet bisher mit Unterrichtsende und gilt nicht für die nachfolgende Betreuung. Für die Betreuer im Laufe des Nachmittags meist eine Herausforderung.

Trotz dieser kritischen Töne, waren sich die Schulleiterin und auch die Vertreter der Lebenshilfe einig, dass im Großen und Ganzen die Eltern der Grundschule sehr positiv zu gewandt sind. „Die Elternbeteiligung sollte auf jeden Fall hochgehalten werden“, merkte Rossmann in diesem Zusammenhang an.

Am Ende der Gesprächsrunde lobte Rossmann: „In Sparrieshoop entsteht ein Gemeinschaftsbildungszentrum mit Schule, Sporthalle, Lernhuus und dem Gemeindezentrum.“


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