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Container als Café : Idee: Das Land beschenkt Elmshorn

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Das Land gibt kostenlos Container ab, die für Flüchtlinge gedacht waren. Die FDP in Elmshorn kann sich vorstellen, die Container als Jugendcafé zu nutzen. Die Stadt sieht das weniger optimistisch.

Elmshorn | Das Land Schleswig-Holstein sitzt auf 800 Containern, – einst zur Unterbringung von Flüchtlingen gedacht – die es nicht mehr braucht und deshalb jetzt verschenkt. Als FDP-Mann Pascal Mangels davon aus der Presse erfuhr, fackelte er nicht lange. Wäre das nicht eine Chance für den Kinder- und Jugendbeirat? Vielleicht für ein Jugendcafé? Mangels wandte sich an Stadtrat Dirk Moritz und Heike Rosemann, Leiterin des Amts für Kinder, Jugend, Schule und Sport. Er bat um eine Einschätzung des kostenlosen Containerangebotes. Sie liegt jetzt vor. Die Stadt ist eher skeptisch und rät davon ab, das Geschenk des Landes anzunehmen.

Begründung: Die Container werden vom Land zwar kostenfrei abgegeben. Die Stadt Elmshorn müsste aber Geld investieren, selbst für den Abtransport und die Einrichtung der 15 Quadratmeter großen Container sorgen. Es sei zudem unklar, was Versorgungsanschlüsse und die Herrichtung der Fundamente kosten würden. Im Etat 2017 sei dafür kein Geld eingeplant. Laut Stadt sei auch die Frage zu klären, wo es geeignete Aufstellplätze gibt.

Fakt ist aber auch: Elmshorner Schulen haben ebenfalls ihr Container-Interesse bekundet, um Raumkapazitäten für Betreuungsangebote zu schaffen. Aber auch in diesem Punkt ist die Stadt deutlich zurückhaltend. Sie verweist darauf, dass gerade die Raumprogramme für die Schulen erarbeitet werden. Mit den sogenannten Mobilklassen an den Schulen hatte die Stadt zudem keine guten Erfahrungen gemacht. Die Folgekosten für die Container und auch die Entsorgungskosten musste am Ende die Stadt Elmshorn übernehmen. Laut Schulamt wären die Container gegebenenfalls als Besprechungs- und Abstellraum einsetzbar. Das Land bietet auch Sanitärcontainer an. Mit dem Thema beschäftigt sich am 6. März der Schulausschuss. 

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erstellt am 02.Mär.2017 | 16:00 Uhr

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