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Elmshorner Nachrichten

03. Dezember 2016 | 22:57 Uhr

Einigkeit im Kreistag : Gemeinsam für das dritte Gleis zwischen Pinneberg und Elmshorn

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Kreistag will versuchen den Bund zum Einlenken zu bewegen. Notfalls soll das Land einspringen.

Kreis Pinneberg | Diesmal waren sich alle Kreistagspolitiker einig: Das dritte Gleis auf der Bahnstrecke zwischen Pinneberg und Elmshorn muss her! Doch da die Bundesregierung trotz aller Forderungen nicht reagiert und das Projekt nicht in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen hatte, soll nun mit einer Verkehrskonferenz versucht werden, den Bundestag, der über den Plan berät, noch zur Umkehr zu bewegen.

Das Gleis werde im Kreis Pinneberg dringend benötigt, machte Landrat Oliver Stolz deutlich. Die Entscheidung der Bundesregierung gegen das Projekt hält er für „einen großen Fehler“.

Helmuth Jahnke (SPD) hatte nachgeforscht. Das dritte Gleis war im gerade ausgelaufenen Bundesverkehrswegeplan im „vordringlichen Bedarf“ und bereits 1992 hatte es Eingang in die Planungen des Bunds gefunden. „Völlig zu Recht“, befand Jahnke. Und nun, vor dem Hintergrund gestiegener und weiter steigender Bevölkerungszahlen, werde es herausgenommen. „Das ist nicht nachvollziehbar“, sagte er. Zumindest sollte versucht werden, das Gleis in den „weiteren Bedarf“ des Verkehrswegeplans zu bekommen. Denn die für Projekte in Schleswig-Holstein bereitstehenden Mittel seien nicht völlig ausgereizt. „Da ist noch Luft für das Projekt“, meinte Jahnke. Die SPD beantragte, die Forderung nach dem Verkehrsforum um den Passus, dass das Projekt auch überregional von Bedeutung sei, zu ergänzen.

Helmuth Ahrens (CDU) wertete die geplante Verkehrskonferenz „als letztes Aufbäumen“, das aber sinnvoll sei. Er habe von Verkehrsexperten erfahren, dass es die Möglichkeit gebe, dass das Land sich finanziell engagiere. Das sollte weiter verfolgt werden, für den Fall, dass der Bund nicht einlenke, so die CDU in einem Antrag.

Wenn das Gleis endlich gebaut werde, sei es egal, ob die Finanzierung vom Bund oder vom Land komme, fand auch Thoms Giese, Fraktionschef der Grünen. „Wir sollten nichts unversucht lassen“, ergänzte FDP–Fraktionsvorsitzender Klaus Bremer. Piraten und Linke unterstützten ebenfalls die Forderungen. Lediglich Burghard Schalhorn (KWGP) glaubte nicht an den Erfolg und enthielt sich. Alles andere wurde einstimmig beschlossen.

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